Hochwasser.de News Hochwasser und Hochwasserschutz


Testaufbau von neuem Notwandsystem in Köln Drucken E-Mail

Köln-Innenstadt, 24.Januar 2012

Es sieht erst garnicht so aus, als ob es jemals als Hochwasserschutz funktionieren könnte: Meterlange platte rechteckige Kunststoffteile, merkwürdige Dufflecoat-Verschlüsse und riesige Plastiksäcke.

20120124 aquariwa1Aber schon nach kurzer Zeit stehen da dicht an dicht übergroße rote Regentonnen, die nur noch mit Wasser gefüllt und mit einer durchgehenden Folie hochwasserseitig abgedichtet werden müssen. Fertig ist das Schutzsystem auf der scheinbar paradoxen Basis "Wasser hilft gegen Wasser".

Von weitem sieht es aus, als hätte gigantische Töpferameisen ihre Vorräte in Reih und Glied aufgestellt. Aber es funktioniert.
Der Rhein hat inzwischen an der Rampe zum früheren Edelrestaurent "Bastei" so viel Stauhöhe erreicht, daß der Beweis sichtbar wird: Alles dicht - und das sogar auf Kopfsteinpflaster ( - seit jeher die Nagelprobe für so manches patentiertes Wundersystem).

20120124 aquariwa_vogtGut zu wissen: Die Hochwasserschutzzentrale - allen voran deren Leiter Reinhard Vogt - will am Ball bleiben, was neue, praktische und flink aufgebaute Entwicklungen anbelangt. Schließlich hat er als erster in Deutschland das schwedische System AQUA BARRIER eingesetzt (und so 1999 das Rodenkirchener Auenwegviertel vor dem Absaufen bewahrt).
Und die Frage "zweiter Verteidigungslinien" im Falle des Falles ist auch in Köln noch eine offene Frage...

Heute abend (24.01.2012 ab 19:30) will die Lokalzeit Köln des WDR berichten.

Mehr Informationen auf der Website von AQUARIWA

 
Diebstahl an mobilem Hochwasserschutz in Köln Drucken E-Mail

04.01.2012
Wie die Stadtentwässerungsbetriebe (StEB) berichten, hat der Diebstahl der Metallabdeckungen an den Verankerungen der mobilen Hochwasserschutzwände und -tore zugenommen.
Im Gegensatz zur Ansicht der StEB halten die direkt von Hochwasser Bedrohten dies keineswegs für so unbedenklich: Immerhin schützen die Edelstahlbleche die präzis geformten Aluminiumprofile und die eingelassenen Dichtungen vor Korrosion, mechanischer Beschädigung und Alterung (Die Dichtungslippen sind uv-empfindlich).

Nach Ansicht der Hochwasserschutzgemeinschaft Köln kann jede zusätzliche Kontrolle, jeder akut nötige Austausch oder jede improvisierte Reparatur im Hochwasserfall den rechtzeitigen Aufbau und die Stabilität der Schutzeinrichtungen sehr wohl gefährden.

Die Hochwasserschutzgemeinschaft Köln unterstützt nachdrücklich die Bitte der StEB um verstärkte Aufmerksamkeit und sofortige Meldung an die Telefonnummer

(0221) 22126868

Wir sind auch überzeugt, es handelt sich hier um alles andere als Bagatelldelikte und bitten jede/jeden, bei verdächtigen Beobachtungen unverzüglich die Polizei einzuschalten.


Meldung der StEB vom 03.01.2012 im Wortlaut:

Diebstahl an Hochwasserschutzanlagen

Die StEB sind für Hinweise aus der Bevölkerung dankbar!

Ende Dezember wurden vermehrt Abdeckungen aus Edelstahl an Hochwasserschutzanlagen der StEB gestohlen. Es handelt sich um Bleche, die die Endpfeiler der einzelnen Hochwasserschutztore und –wände abdecken. Die Diebstähle haben sich in den Bereichen Worringen, Poll, Deutz und Niehl ereignet.
Wir möchten besorgte Bürgerinnen und Bürger darauf hinweisen, dass durch die Diebstähle keine unmittelbare Gefährdung für den Hochwasserschutz entsteht. Die StEB sind jedoch für jeden Hinweis zu solchen Diebstählen aus der Bevölkerung dankbar.
Hinweise können unter 0221 22126868 gegeben werden.

 
Erste Hochwasserwelle 2012 schon gleich zu Beginn! Drucken E-Mail

30.12.2011:
Wie die Hochwasserschutzzentrale Köln und der Hochwassermeldedienst in Mainz vermelden, beschert uns der Januaranfang gleich wieder einen Pegelanstieg:

"Die für den 30. und 31. Dezember vorhergesagten Niederschläge sowie der erwartete Wärmeeinbruch ab Silvester-Nachmittag mit Tauwetter bis in die Hochlagen werden die Wasserstände im Rhein und seinen Nebenflüssen über den Jahreswechsel wieder ansteigen lassen.
Am Oberrheinpegel Maxau können die Wasserstände Anfang der nächsten Woche bis in den Bereich der Meldehöhe von 700 cm ansteigen. Kritische Wasserstände werden am Oberrhein nicht erwartet.
Am Mittelrhein zeigen die Wasserstände zunächst noch leicht fallende Tendenz. Ab Sonntag werden sie auch hier wieder ansteigen. Der Scheitel der kleinen Hochwasserwelle aus dem Oberrhein wird in der Mittelrheinstrecke am Pegel Koblenz erst für nächste Woche erwartet.
Der Hochwassermeldedienst Mainz bleibt über den Jahreswechsel in Bereitschaft."
(Quelle: Hochwassermeldezentrum Rhein)

Aktuelle Informationen über die Wasserstandsentwicklung wie üblich
über
Hochwasserschutzzentrale Köln
Hochwassermeldedienst Mainz
ELWIS
 (WSV)

 
Pegelanzeige und Ganglinie auf hochwasser.de zur Zeit gestört Drucken E-Mail

27.12.2011 Achtung!

Die automatische Aktualisierung des Kölner Rheinpegels und die Darstellung in einer Ganglinie auf der Website der BI Hochwasser funktioniert zur Zeit nicht störungsfrei. Es sind Verzögerungen möglich, zeitweise bis zu einem Tag.

Wir bemühen uns, den Fehler so schnell wie möglich zu reparieren.

Den aktuellen Kölner Pegel gibt es bei der Hochwasserschutzzentrale Köln (StEB Köln AöR)
und
bei PEGELONLINE (ein Service der Wasser- und Schiffahrtsverwaltung des Bundes) - dort auch als Ganglinie der letzten 30 Tage. Die Bedienung ist etwas gewöhnungsbedürftig. Es gibt aber eine Dokumentation der Meßwerte in 15-Minuten-Schritten.

 
Hochwasserschutzzentrale über Feiertage für Bürger da Drucken E-Mail

22.12.2011

Die Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB) teilen mit:
Die Hochwasserschutzzentrale rechnet in den kommenden Tagen nicht mit einem extremen Hochwasser.
Aufgrund der gesamten Hochwassersituation ist jedoch der Einsatz der Hochwasserschutzzentrale von 8:00 bis 17:00 Uhr gewährleistet.
Sie können Informationen unter der Telefonnummer 0221 22126161 und unter
www.steb-koeln.de abrufen.
Hier kommen Sie auf die Seiten der Hochwasserschutzzentrale.

Das ist ein herausragendes Beispiel für vorsorgendes Handeln. Und wie beruhigend zu wissen: Da sind kompetente Menschen, die sich für die Allgemeinheit einsetzen - auch wenn es die verdiente Feiertagsruhe kostet.

Wir bedanken uns schon jetzt für den Einsatz und wünschen allen (den Umständen entsprechend) schöne Feiertage. Und nur eine kleine Hochwasserwelle...

Bürgerinitiative Hochwasser Altgemeinde Rodenkirchen e.V.

 

 
APPs für Deutschland - Open Data Wettbewerb Drucken E-Mail

Köln, 20.12.2011

APP gegen Hochwasser?

Schon 2006 ist die Bürgerinitiative Hochwasser mit dem Pegel-SMS-Weckdienst vorausgegangen. Das war wohl entschieden zu früh. Erst mußte der Klimawandel dazukommen, damit die Republik langsam wach wurde.

Zur Zeit läuft mit Förderung des BMI (Bundesinnenministerium) ein Wettbewerb APPS für DEUTSCHLAND (apps4d) , an dem wir uns natürlich beteiligen.

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Adventshochwasser 2011 kommt doch noch Drucken E-Mail

17.12.2011

Nachdem der Rhein seit dem Frühjahr es kaum geschafft hat, dauerhaft über 2 m Kölner Pegel zu steigen (und damit den Binnenschiffern Probleme bereitet hat), erwarten wir nun ein markantes Adventshochwasser. Es wird sich aber, so wie die Datenlage ist, anständig benehmen und im Maximum irgendwo zwischen 6 und 7 Metern austoben.

Laut Lagebericht des Hochwassermeldezentrums Mainz wird der Scheitel nicht vor Montag erwartet. Nur wer extrem nah am Wasser gebaut hat – und das natürlich kennt, wird Vorbereitungen treffen.

 

Spaziergänger und Radler müssen sich darauf einrichten, daß der Leinpfad von der Südbrücke bis Rodenkirchen übers Wochenende überflutet wird und auf höhergelegene Wege ausgewichen werden muß. Lästig ist das vor allem auf der 20111217-025- rodenkirchenRodenkirchener Hauptstraße bis zur Barbarastraße, weil dort kein sicherer Radweg zur Verfügung steht.

 

Am Bootshaus Marienburg und am Partyschiff "Rhein-Roxy" hat man begonnen, sich auf die geänderten Zugangsbedingungen durch das Hochwasser vorzubereiten.

Vorsicht! Der Durchgang am Leinpfad (insbesondere die Durchfahrt für Radfahrer) ist erschwert und noch nicht (17:00) gesichert und hinreichend beleuchtet.

Am Bootshaus Marienburg die obere Durchfahrt benutzen; das ist sicherer.

Im Laufe der Nacht ist dann damit zu rechnen, daß der Leinpfad sowieso gesperrt wird.

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Ein Zwischenruf - Einwohnerbefragung Godorfer Hafen eine Farce? (aktualisiert 7.7.) Drucken E-Mail
Freitag, 24. Juni 2011 um 16:44 Uhr

Informationen der Stadt Köln zur Bürgerbefragung: "Soll der Godorfer Hafen ausgebaut werden?" einseitig und tendenziös.
Widerstand und Unmut wird deutlich.

20110619_neinsagerZwar kündigt der Oberbürgermeister für die ersten drei Seiten der 30-seitigen Broschüre an, hier würden die wichtigsten Fakten in der Diskussion vorgestellt, abgeliefert wird dann aber eine einseitige, durch Fehler und Auslassungen charakterisierte Lobeshymne auf den auszubauenden Godorfer Hafen und seine Segnungen. Derlei Propaganda ist man eigentlich aus anderen Regionen des Globus eher gewohnt...

Grund genug, in einem Offenen Brief den Herrn Oberbürgermeister aufzufordern, diesen Angriff auf das Grundprinzip einer demokratischen Abstimmung umgehend zu korrigieren.

Insbesondere weil auch erschreckend falsche Behauptungen zum Hochwasserschutz aufgestellt werden, sieht sich die BI Hochwasser verpflichtet, ihren Beitrag zur Aufklärung zu leisten.

Aktualisierung am 6. Juli 2011:

Bis zum Tage hat sich der OB der Stadt Köln zum Offenen Brief nicht geäußert. Es ist nicht einmal eine Eingangsbestätigung gesendet worden. Dieser Umgang mit den Sorgen der Bürger ist befremdlich, insbesondere nachdem der OB zugesagt hatte: "Alle Fragen werden beantwortet"

Auf einem anderen Schauplatz haben die Bemühungen um Fairneß einen ersten Erfolg errungen. Wie Radio Köln und die WDR-Lokalzeit heute melden, ermittelt die Staatsanwaltschaft Köln gegen die IHK wegen des Verdachts der Veruntreuung von Mitgliedergeldern.
Zur Information: Die IHK Köln unterstützt die Hafenerweiterung mit erheblichen Geldmitteln und fordert im Namen aller Mitglieder, für den Ausbau zu stimmen.

Aktualisierung 7. Juli 2011:

Es ist schon schlimm, zu welchen Verzweiflungsappellen sich die Klügsten unter den politisch wachen Zeitgenossen genötigt sehen. Immerhin verdanken wir es Prof. Feinen, daß der betrügerische Messe-„Deal“ zu Lasten der Bürger dieser Stadt durch den Europäischen Gerichtshof gestoppt wurde.

Droht bei der Godorfer-Hafen-Seifenoper bald ähnliches?

Hier ein quasi-offener Brief des anerkannten Finanzexperten: Download


Download Offener Brief

 
Dritte Hochwasserwelle – Kölner Stadtentwässerung auf der Hut Drucken E-Mail
Samstag, 08. Januar 2011 um 11:31 Uhr

...wird laufend aktualisiert (zuletzt: 18.01. 10:45) - Neueste Nachricht unten 6

 

achtung_hw_txtNach den zwei kleinen Hochwässern im Dezember führt die Kombination von Tauwetter und Regen ab 7. Januar zu einer etwas fülligeren Welle, die allerdings von vielen Medien bereits reißerisch als Katastrophe hochstilisiert wird:

(„Am Wochenende kommt die große Flut…“ – meint BILD; und die müssen es ja wissen).

  

Seit Freitag (7.Januar) ist in Rodenkirchen das Hubtor hochgefahren.

 

Samstag, 8. Januar 2011: 

Morgens werden die ersten mobilen Stützen an der Uferstraße montiert.

Alles läuft augenscheinlich in Ruhe und Umsicht ab; für Absperrungen und Posten der Sicherheitsdienste ist gesorgt.

Weiterlesen...
 
Tauwetter bringt Hochwasserwelle Drucken E-Mail
Donnerstag, 09. Dezember 2010 um 22:21 Uhr

20101210_leinpfad_dichtDas November-Aprilwetter mit stark schwankenden Temperaturen (Schneeschmelze) und einer Kette durchziehender Tiefs (zyklonale Westlage) beschert uns eine kurze, aber heftige kleine Hochwasserwelle.


Die Hochwasserschutzzentrale Köln gibt dazu bekannt:

 

Der Rheinwasserstand am Kölner Pegel (K.P.) steigt derzeit mit 8-10 cm in der Stunde an.

Freitagfrüh wird der Rheinwasserstand in Köln voraussichtlich zwischen 5,70 m und 6,00 m K.P. liegen und voraussichtlich weiter mit 5-9 cm/h steigen. Aufgrund neuer Regenfälle mit begleitendem Tauwetter und Schneeschmelze am Freitag/Samstag werden die Wasserstände weiter stark steigen. Wasserstände von über 7,50 m Kölner Pegel am Wochenende sind nicht auszuschließen.

 

Die rheinnahen Uferwege wie der Rodenkirchener Leinpfad werden im Laufe der Nacht überschwemmt. Radler und Fußgänger sollten sich vorsehen. 


 

Aktualisiert: 11.12.2010 15:30


Am Rodenkirchener Leinpfad sind die notwendigen Routineaufgaben abgearbeitet worden. Weite Abschnitte sind unpassierbar.

Das Hubtor am "Fährhaus" ist hochgefahren und an der Uferstraße (West) absolutes Halteverbot signalisiert. (Abgeschleppt wird aber erst, wenn der Aufbau der Stützen erforderlich werden sollte. Danach sieht es nun wirklich nicht aus)

 

Die Hochwasserschutzzentrale hat ihre Vorhersage am Samstag 14 Uhr aktualisiert:
 

Der Rhein am Kölner Pegel (K.P.) steigt derzeit mit 1-2 cm in der Stunde an.

Heute um 14:00 Uhr wurde der Rheinwasserstand in Köln mit 7,12m K.P. gemessen. 
Sonntag Morgen wird der Kölner Pegel etwa 7,25 m K.P. betragen und im Laufe des Tages wieder sehr langsam fallen.
 

Wohnbebauung ist nicht gefährdet. 

 

Berichte:

>Rheinische Post - Hochwasseralarm für Hitdorf (10.12.2010)

>KStA - Rheinpegel steigt stündlich (!) (10.12.2010) [Die erste Horrormeldung von 750 m Kölner Pegel wurde inzwischen korrigiert!]

>KR - Rheinpegel steigt (10.12.2010) [Ganz lustige Meldung: Offenbar von dpa ohne jede Sachkenntnis erstellt und von der Rundschau schlicht abgeschrieben. Hat die KR keine Leute mehr vor Ort?]

 

 
Professor Erik Pasche ist tot Drucken E-Mail
Montag, 06. Dezember 2010 um 01:29 Uhr

Der renommierte Leiter des Instituts für Wasserbau an der Technischen Universität Hamburg-Harburg ist vor wenigen Tagen im Alter von 55 Jahren an den Folgen eines Infarkts gestorben.

 

Sein nachdrückliches Eintreten für einen risikobewußten Umgang mit Hochwasser hatte ihn zu einem wertvollen Mitstreiter für nachhaltigen Hochwasserschutz gemacht. Gerade die Fortentwicklung des Hochwasserschutzes in Köln hatte er aufmerksam verfolgt und sogar Zeit für aktive Teilnahme (als Beobachter) an der letzten Hochwasserübung in Rodenkirchen gefunden.

 

20100903_erik pascheDie Einbindung der Bevölkerung in strategische Entscheidungen war für ihn als Befürworter zivilgesellschaftlicher Teilhabe selbstverständlich, wie auch die gerade beendete Online-Debatte über die Zukunft der Metropolregion Hamburg zeigt, an der er im Rahmen von Klimzug-Nord maßgeblich beteiligt war.

 

 

Berichte:

PM der TUHH (01.12.2010)

Klimzug-Nord

 
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