Hochwasser.de News Hochwasser und Hochwasserschutz


15.07.2010 - 10 Jahre IG Wasser in Langel Drucken E-Mail

28. und 29. August "Zur alten Schmiede" in Köln - Porz-Langel

igwasser_einladungDie IG Wasser, Umwelt und Jugend feiert ihr zehnjähriges Bestehen mit einer breit gefächerten Informationsveranstaltung zum Leben im "Rechtsrheinischen"  (- was sich vom linksrheinischen nur durch durch die orographisch differente Lage zum Rheinstrom und allerlei kölnische Mythologie unterscheidet). Für unsere Bürgerinitiativen ist das in der Regel kein Ausgrenzungsanlaß.
Beide (die IG Wasser und die BI Hochwasser) sind seit 1996 Mitglieder in der Hochwasserschutzgemeinschaft Köln, die als informelle Arbeitsgemeinschaft die Planfeststellung, Ausführungsplanung und tatsächliche Umsetzung des Kölner Hochwasserschutzkonzepts mit Verbesserungsvorschlägen und auch mit Argusaugen begleitet hat.
Aus gutem Grund: Manche - nicht jede - Panne konnte verhindert werden. So wurde die gute Arbeit der StEB noch besser...


2010829_igwasser_plakatInsgesamt ist das inzwischen fast vollständig realisierte Schutzkonzept ein Erfolg bürgerschaftlichen Engagements.
Und es war, aus der Not geboren, ein frühes Exempel des "Wir-mischen-uns-ein" in einer inzwischen verstärkt kritischen und verantwortungsbewußten Bürgerschaft.

Grund genug, einen herzlichen Glückwunsch nach Langel zu schicken und für das Fest alles Gute zu wünschen.

Natürlich nimmt das Thema Hochwasser großen Raum ein:
Mit von der Partie:
Otto Schaaf, Vorstand der StEB Köln und Vorstand des HKC Köln
Heinz Scholl, Braubach, Hochwassernotgemeinschaft Rhein
Reinhard Vogt, Leiter der Hochwasserschutzzentrale und Geschäftsführer des HKC
und weitere Gäste und Referenten

[TK]

 

 
07.07.2010 Sturzflut in Bonn-Mehlem Drucken E-Mail

20100704_feuerwehr_bonnNicht nur punktuell im Raum Köln, auch und insbesondere in Wachtberg und Bonn-Mehlem haben die Gewitterzellen am Wochenende erhebliche Schäden verursacht. Auf einen Schlag fielen dort an die 85 Liter auf den Quadratmeter, zu viel für die wahrscheinlich mangelhaft freigehaltenen Abflußrinnen und die verrohrten Vorfluter. Erst recht zu viel für eine Stadtentwicklungspolitik, die solche Ereignisse schon bei der (Raum)Planung ignoriert.

> Informationen der Stadtverwaltung Bonn

> General-Anzeiger Bonn 6-7-2010 Wachtberg 

> General-Anzeiger Bonn 7-7-2010 Niederbachem

> General-Anzeiger Bonn 7-7-2010 Mehlem

> Kölnische Rundschau

> Video: Unwetter zog über Bonn... 2'26
> Video: Bonn - Schwere Unwetter   3'43
 

Es ist immer das gleiche Lied/Leid:

Verstörte Bewohner, große bis existenzbedrohende Schäden, Suche nach den „Schuldigen“ und allerlei Ausreden der Politik und der Bezirksregierung.

Das alles haben wir in Köln 1993 schon bis aufs I-Tüpfelchen durchgemacht.


Dabei könnte man heute viel weiter sein:

-       Klimawandel und Häufung von Starkregenereignissen ernst nehmen

-       Risikozonen identifizieren (gegen den Protest von Stadtverwaltung und Immobilienspekulation) und Verzicht auf riskante Neubebauung

-       Menschen zur Vorsorge anstiften (keine Häufung von Wertsachen im gefährdeten Souterrain!)

-       Werbung für Absicherung des Restrisikos („erweiterte Elementarschadenversicherung“; für unter 100 Euro/Jahr ist man dabei)

 

Gerade was das Thema Versicherung anbelangt, hat die Bayerische Staatsregierung im Jahre 2009 einen einzigartigen Vorstoß gestartet. In einer großangelegten Aufklärungsaktion unter dem Motto „Voraus denken – elementar versichern“ wurde binnen eines Jahres die Versicherungsquote im Landesmittel von 6% auf 8% gesteigert. Immer noch wenig, wenn man berücksichtigt, daß die Abdeckung bei Sturmschäden etwa 80% beträgt. Und kaum verwunderlich: Bestehen doch die meisten Banken bei einem Hauskredit auf eine solche Versicherung – nicht aber gegen Überschwemmung und Rückstau.

Besonderer Clou der bayerischen Politik: Es werden nur noch staatliche Hilfen für solche Schäden gewährt, die nicht versicherbar sind. Basta!

 

Nachdenkenswert?

Wir finden das schon…

[TK] aktualisiert 11.07.2010

 

LINKS:


Die Hochwasserschutzzentrale Köln hat aus dem Anlaß eine aktuelle Information veröffentlicht > sehr lesenswert!

 

 

Verwandte NEWS:

 

Auftaktveranstaltung „Kölner KlimaHerbst“ (14.10.2008)

Unwetter in NRW (29.07.2008)

Lohmarer Doppel-Sturzflut Juni 2005 (20.08.2005)

 
03.07.2010 Sirenen heulen zur Probe Drucken E-Mail

Heute ist wieder Probealarm. [... und nicht am 4. Juli, wie die Stadt Köln zu veröffentlichen beliebt > siehe Snapshot rechts]

2010_stadtkoeln_probealarm_presseamtUm 12 Uhr mittags werden die 77 Sirenen im Kölner Stadtgebiet von der Berufsfeuerwehr ausgelöst. Auch in Bonn erschallen die Sirenen. Auch nördlich der Domstadt werden die Sirenen ausgelöst, Ergebnis einer seit Jahren eingespielten Zusammenarbeit der Städte und Gemeinden entlang des Rheins. Die Städte liegen dabei in den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf. Ziel des Probealarms ist die Überprüfung der Systeme. Als weiteren Zweck gaben die Verantwortlichen an, dass die Bevölkerung sich damit beschäftigen soll, was sie im Notfall unternehmen sollen. In Köln lässt die Berufsfeuerwehr den Alarm vierteljährlich auslösen.

Der Probealarm beginnt mit einem einminütigen Dauerton, der im Ernstfall „Entwarnung“ bedeutet. Danach folgt eine fünfminütige Pause.

Anschließend ist ab 12.06 Uhr ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton zu hören. Dabei handelt es sich um das eigentliche Warnsignal, das bei einem echten Notfall über eine Gefahrenlage informiert.

Nach einer weiteren fünfminütigen Pause schließt um 12.12 Uhr ein einminütiger Entwarnungsdauerton den Probealarm.

Die Berufsfeuerwehr kann sich bei akuten Gefahren direkt in das laufende Hörfunkprogramm von Radio Köln einblenden und unmittelbar von der Leitzentrale aus weitere Verhaltenshinweise geben.
Zurzeit sind die Sirenensignale noch nicht stadtweit zu hören, die Berufsfeuerwehr bereitet einen Ausbau des Sirenennetzes vor. Dem Vorschlag der Kölner Berufsfeuerwehr, sich dem vierteljährlichen Probealarmrhythmus der Kölner anzuschließen, sind inzwischen etliche umliegende Städte und Kreise sowie einige weitere Rheinanlieger gefolgt. Seit Beginn dieses Jahres lösen nun auch die Städte Bonn, Wesseling, Leverkusen und Krefeld sowie der Rhein-Sieg-Kreis und der Rheinisch-Bergische Kreis vierteljährlich einen Probealarm ihrer Sirenen aus, teilte die Stadt abschließend mit.
[Quelle:Köln-Nachrichten 26.06.2010]
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Leider nutzt die Feuerwehr bisher die Möglichkeiten nicht, auch ihre eigene Durchsagepraxis (oder besser deren Fehlen) im Radio (Radio Köln und die anderen Sender) zu überprüfen. Außerdem könnte das als Chance genutzt werden, die Menschen über das erwartete Verhalten im Ernstfall aufzuklären. Die meisten wissen nämlich davon nichts. Und die Aufklärung der Presse (z.B. Kölner Stadt-Anzeiger vom 3. Juli 2010) ist alles andere als verantwortungsvoll.

Über ein zweites Phänomen denkt in der Domstadt offenbar übehaupt niemand nach (außer uns): Seit nunmehr 15 Jahren gab es in Köln kein wirklich bedrohliches Hochwasser mehr. Hochwässer woanders gibt es zwar genug; die sind aber weit weg. Entsprechend sinkt die Risikowahrnehmung in der hiesigen Öffentlichkeit (und noch mehr in der Politik). Rheinauhafenbebauung und gerade gestartetes Vorzeigeprojekt "Rheinboulevard" sind dabei nur besonders markante Belege. Daher wäre jeder Probealarm ein günstiger Moment, den Prozeß des kollektiven Vergessens wenigstens punktuell zu verlangsamen.

Natürlich haben wir der Berufsfeuerwehr diesen Vorschlag längst gemacht, sind aber auf taube Ohren gestoßen. Wahrscheinlich ein Gehörschaden wegen zuviel Sirenenlärms...

[TK]

 
02.07.2010 Internationales Jahr der Biodiversität Drucken E-Mail

NABU: Rettungsnetz für die Vielfalt - Schutzgebiete helfen Arten und Lebensräumen.

Nur nicht in Köln.

 

 

02.07.2010: Anlässlich des "Internationalen Jahres der Biodiversität"

besuchten NABU-Präsident Olaf Tschimpke, NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller und der Vorsitzende des Umweltausschusses im Europäischen Parlament, Jo Leinen, heute gemeinsam den Urwald vor den Toren der Stadt in Saarbrücken. Der "Saarurwald", ein Partnerschaftsprojekt von NABU Saarland, Umweltministerium und SaarForst Landesbetrieb, ist als Naturschutzgebiet "Waldschutzgebiet  Steinbachtal/Netzbachtal" Teil des Natura 2000-Gebietes "Saarkohlenwald" und bildet einen wichtigen Baustein im europäischen Schutzgebietsnetzwerk. Die Schutzgebiete dieses Netzwerkes werden nach Maßgabe der europäischen Naturschutzrichtlinien, der Vogelschutz- und Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, zum Schutz seltener Arten und Lebensräumen festgelegt und erhalten.

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Polderflutungen an der Oder Drucken E-Mail
Samstag, 29. Mai 2010 um 13:14 Uhr

Geöffnete Retentionsräume entlasten Deiche und mindern die Gefahr

 

Seit dem 27. Mai strömen Teile der Oderflut in die Rückhalteräume, die insgesamt ein Volumen von etwa 100 Millionen m³ fassen können. Nach Angaben des Präsidenten des brandenburgischen Umweltamtes, Matthias Freude, bedeutet das eine Scheitelabsenkung in Richtung Stettin von bis zu 20 Zentimetern.

Aber auch der lokale Effekt ist nicht übel: fünf bis 10 Zentimeter. Für die polnische Seite, die bereits mit Provisorien schützen muß, vielleicht die entscheidende Entlastung.

 

Hier am Rhein werden wir daran erinnert, daß der Fortschritt von Deichrückverlegungen und Planung neuer Retentionsräume erschreckend langsam vor sich geht oder von der Landespolitik NRW, die unter immensem Druck der Landwirtschafts- und Baulobby steht, überhaupt ausgebremst wird.

Man wird eben nur aus eigenem Schaden klug, nicht aus dem anderer.

[TK] - aktualisiert 30.05 -

 

Medienberichte:

Kein Anlaß zur Entwarnung (taz - Kommentar  29.05.2010)

Zu wenig Platz für den Fluß (taz 29.05.2010)

Fluten strömen in Nationalpark-Polder (Uckermark-Kurier  29.05.2010)

Hochwasser flutet Polder (Märkische Oderzeitung  28.05.2010)

Oder-Hochwasser sinkt leicht - die Deiche halten (Lausitzer Rundschau 29.05.2010)

Der Druck auf die Deiche ist immens  (FOCUS  28.05.2010)

 

Verwandte NEWS: Hochwasser an Oder und Weichsel 2010 (26.05.2010)

 

 
Oderhochwasser - Portal im Internet Drucken E-Mail
Donnerstag, 27. Mai 2010 um 08:02 Uhr

Brandenburg: Innenministerium eröffnet Informationsseite

hw_portal_brandenburgAktuelle Informationen zum Oder-Hochwasser gibt es ab sofort auch auf einer speziellen Internetseite, die das Innenministerium am Mittwoch freigeschaltet hat. Unter der Adresse

www.internetwache.brandenburg.de/hochwasser

bietet das Portal nicht nur Informationen zur aktuellen Lage.  Auf einer interaktiven Karte können auch die letzten Pegelstände aufgerufen werden. Die Seite bietet ferner einen Zugriff auf die Lagemeldungen des Hochwassermeldezentrums sowie die Informationen des Landeskatastrophenschutzstabes. Diese werden fortlaufend aktualisiert.

Erläutert werden zudem die Aufgaben der Landeskatastrophenschutzleitung und des Katastrophenschutzstabes sowie die Hochwasser-Alarmstufen und die mit ihnen verbundenen Maßnahmen.

Für Hilfe in Notsituationen bietet die Seite die Service-Nummern von Strom-, Gas- und Wasserversorgern. Ergänzt wird das Serviceangebot durch Tipps zu richtigem Verhalten in Hochwassersituationen. Direkte Links führen unter anderem zu Hochwasser-Informationsangeboten des Landesumweltamtes (LUA) sowie den Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

Die Seite bietet damit alle relevanten Informationen zum Oder-Hochwasser 2010 auf einen Blick.

Quelle: Cop2Cop

 
Hochwasser an Oder und Weichsel 2010 Drucken E-Mail
Mittwoch, 26. Mai 2010 um 11:18 Uhr

Medien und Umweltverbände erinnern an Versäumnisse und fordern Politikwandel

 

Es ist der immergleiche marktwirtschaftliche Konjunkturzyklus: Kaum ist in Europa ein außergewöhnlich starkes Hochwasser, wird krzystof_konieczny_8288allenthalben die Sau durchs Dorf getrieben. Plötzlich fällt auf, was alles falsch gemacht und was alles versäumt wurde. Und in der hochwasserfreien Zeiten interessiert das – mit Verlaub – keine Sau.

 

Der BUND packt das Thema sehr breit an und bezieht in die Kritik die Elbe und die Donau mit ein (und schweigt über den Rhein, an dem die Lage nicht besser ist)

Lesen >  

 

Erheblich engstirniger geht der WWF vor, der feststellt, daß „der Hochwasserschutz in dem EU-Land Polen veraltet und ineffizient ist“

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Die „Tageszeitung“ (taz; Berlin) titelt am 24.05.2010: „…Das Hochwasser hat fatale Folgen für die Menschen. Eine der Ursachen: Schlamperei“

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Es ist wohlfeil, immer dann, wenn ein Hochwasser zuschlägt, auf die Versäumnisse vor Ort loszudreschen und Schlamperei zu beklagen.

Leider fehlt regelmäßig das Medieninteresse, wenn zwar kein Hochwasser ist, aber die politischen Entscheidungen vor Ort getroffen werden:

- Sollen flutgefährdete Flächen bebaut werden?

- Soll dem Fluß wieder Raum gegeben werden?

So auch in Köln, der selbsternannten „Hochwasserhauptstadt“ Europas: Riskante Neubauten im Gefahrgebiet und krasse Fehlentscheidungen bei der Sicherung von Retentionräumen – das ist der Alltag.

Und weil es lange kein schlimmes Hochwasser gab, haben die Medien ebenso lange geschwiegen. Bauen in Auen? - Sie loben die weitsichtige Sicherung der Wirtschaftskraft der Region. Nicht nur in Köln. Überall.

Bis das Hochwasser wieder kommt…

 

[TK]

 
Tsunami-Trojaner Drucken E-Mail
Mittwoch, 12. Mai 2010 um 17:23 Uhr

Betrüger haben das Thema Katastrophe entdeckt. Das war ja nur eine Frage der Zeit!

STÖRENFRIEDE: Betrüger versenden gefälschte Katastrophenwarnungen

die_woge
Das IT-Sicherheitsunternehmen [PandaSecurity] berichtet derzeit vongefälschten Tsunami-Warnungen, die von Kriminellen per E-Mail versendet werden. Die auf Spanisch verfassten Mails täuschen als Absender National Geographic vor. In der Nachricht wird vor einem vermeintlichen Erdbeben und Tsunami in Chile berichtet. Um nachsehen zu können, welche Regionen betroffen sind, solle man den integrierten Links folgen. Kommt der Nutzer dieser Aufforderung nach, wird ein Trojanisches Pferd auf den Rechner geladen. Ruft der Nutzer nun die Webseite der Santander-Bank auf, sorgt die Malware dafür, dass er auf eine Phishing-Seite umgeleitet wird. Gibt man dort seine Log-in-Daten ein, landen diese direkt bei den Betrügern. Anwender sollten ihren Antivirenschutz stets auf dem aktuellen Stand halten und beim Anklicken von E-Mail-Links Vorsicht walten lassen

Aus: Bürger-CERT-Newsletter vom 12.05.2010

Der Newsletter ist ein kostenloses Service-Angebot und erscheint im Abstand von 14 Tagen. Die Informationen werden vom Bundesamt fuer Sicherheit in der Informationstechnik, http://www.bsi.bund.de, mit größter Sorgfalt recherchiert und aufbereitet. Dennoch kann eine Gewähr oder Haftung fuer die Vollständigkeit und Richtigkeit nicht übernommen werden.

Unter http://www.buerger-cert.de haben Sie die Möglichkeit, den Newsletter zu abonnieren.
Fragen und Anregungen an die Redaktion bitte an: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

 
Grundwasser in Köln-Rodenkirchen Drucken E-Mail
Dienstag, 02. März 2010 um 15:19 Uhr

Inoffizielle Meßstelle in der Tiefgarage unter dem Maternusplatz ermöglicht Vergleichsmessungen.

Seit dem 25. Februar registriert die BI-Hochwasser die aktuellen Werte, um die Arbeit der Hochwasserschutzzentrale zu unterstützen. Immerhin liegt der Meßort etwa 5 Stromkilometer rheinaufwärts und ähnlich nah am Fluß wie die U-Bahn-Baustelle am Heumarkt.
Es wird interessant sein, auszuwerten, welche Parallelen und welche Unterschiede sich zeigen und welche Schlüsse daraus gezogen werden können.
Immerhin stellt das Hochwasser-Geschehen im Kölner Untergrund noch eine ziemliche Unbekannte (und damit eine große Herausforderung) dar.

Bei einer Grundwasserhöhe von über 42 m ü.NN ist regulär eine Flutung der Tiefgarage vorgesehen.
Ab 41.00 m wechselt die Farbe der Anzeige zu GELB. Da der Rhein ab 02.03. wieder fällt, ist also kein Grund zu besonderer Aufregung. Seit 13.03 verändert sich der Rheinpegel nur unwesentlich.

Langfristig wäre die Online-Verfügbarkeit der Daten wünschenswert.

20100301_1323mez_gwSeit 3. März (gegen 21 Uhr) ist der Grundwasserpegel wieder gesunken, zur Zeit stagnierend um 39,50 m ü NN.
Die Graphik in der pdf-Anlage wird täglich mittags aktualisiert.

Maximalpegel 41,39 m ü NN am 03.03.2010

Letzter Stand: 18.03.2010  12:00 [TK]

Anlagen:
Diese Datei herunterladen (2010318_Rhein+GW_Maternus_N.pdf)2010318_Rhein+GW_Maternus_N.pdf[Kurven: Rheinpegel und Grundwasser]17 Kb
 
U-Bahn-Desaster in Köln und Hochwasser Drucken E-Mail
Samstag, 27. Februar 2010 um 23:26 Uhr

Langsam nimmt das Elend monströse Züge an

Vertrauensbildende Maßnahmen scheitern

Hochwasser und Grundwasser - Rodenkirchen auf kleine Frühjahrswelle vorbereitet

Köln, im Februar 2010: Nachdem in der Domstadt niemand mehr niemandem vertraut, fand am 24. Februar im Ballsaal der feinen kölnischen Gesellschaft, dem ehrwürdigen Gürzenich eine "Informationsveranstaltung für Anlieger der Nord-Süd Stadtbahn Köln" statt. Der Chronist der Bürgerinitiative war dabei und hielt bis zum Ende (23:30) durch.

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WWF: Schutz von Auen Drucken E-Mail
Montag, 01. Februar 2010 um 17:17 Uhr

[...gern zitieren wir diesen Appell des WWF. Hochwasserschutz und Naturschutz gehen nicht zwangsläufig getrennte Wege!]


2. Februar - Welttag der Feuchtgebiete

 

 

ZWISCHEN DONAU UND ELBE: DREIUNDDREISSIG DEUTSCHE FEUCHTGEBIETE SIND VON WELTWEITER BEDEUTUNG. / WWF FORDERT ENGAGIERTEN SCHUTZ VON AUENFLÄCHEN.

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Frankfurt - Anlässlich des Welttags der Feuchtgebiete am 2. Februar fordert die Umweltschutzorganisation WWF einen engagierten Schutz von Flüssen, Auen, und Mooren in Deutschland und Europa.

Süßwasser-Ökosysteme seien wahre "Hotspots" der Biodiversität und Heimat zahlreicher bedrohter Tier- und Pflanzenarten. In Deutschland gibt es laut Ramsar-Konvention (Internationales Übereinkommen zum Schutz von Feuchtgebieten) dreiunddreißig dieser Ökosysteme mit weltweiter Bedeutung, wie etwa die Donau- und die Elbeauen, der Ammersee oder die Havelniederungen. "Über dreißig Prozent aller Süßwasserfische und siebzehn Prozent aller Wasservögel gelten als gefährdet oder vom Aussterben bedroht", warnt Dorothea August vom WWF Deutschland. Mit den Amphibien stehe durch stetig voranschreitende Lebensraumzerstörung und weltweite Seuchen sogar eine gesamte Tiergattung am Abgrund. Von den 6.285 erfassten Fröschen und Lurchen seien bereits 1.900 Arten in der höchsten Bedrohungskategorien der Roten Liste eingestuft. Sie stünden damit

kurz vor der Ausrottung.  

 

WWF-Projekt an der Donau:  Ein Flusssystem von Bedeutung für ganz Europa sei die über 2800 Kilometer lange Donau, die sich vom Deutschland bis ins Schwarze Meer erstreckt. In den letzten 15 Jahren habe der WWF an der Unteren Donau in Rumänien und Bulgarien Renaturierungen und den Schutz von über 50.000 Hektar Auenflächen und Feuchtgebieten umgesetzt. Die Region sei Heimat zahlreicher seltener Tierarten, wie etwa Pelikan, Schwarzstorch, Europäische Sumpfschildkröte oder Fischotter. 

 

WWF-Projekt an der Mittleren Elbe:  An der Mittleren Elbe nahe Dessau startete der WWF gemeinsam mit dem Land Sachsen-Anhalt im Jahr 2009 eine der größten Deichrückverlegungen Europas - im Rahmen eines seit 2001 laufenden Naturschutzgroßprojekts. Wesentliches Ziel sei, so der WWF, der langfristige Schutz und die Wiederherstellung einer intakten, naturnahen und waldreichen Überflutungsaue an der Mittleren Elbe. Während für die Anwohner der Region die  Gefahr von Flutkatastrophen gemindert werde, profitierten seltene Arten wie etwa der Elbebiber von der geplanten Verbesserung ihres Lebensraums.

 

 

Hintergrund: Die Ramsar-Konvention bezeichnet das Übereinkommen zum Schutz von Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung. Es ist ein völkerrechtlicher Vertrag, initiiert von der UNESCO. Das Übereinkommen wurde am 2. Februar 1971 geschlossen und ist damit eines der ältesten internationalen Vertragswerke zum Umweltschutz.

Die Bezeichnung "Ramsar" rührt von der gleichnamigen Stadt im Iran, in der die Vertragsverhandlungen stattfanden.

 

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WEITERE INFORMATIONEN zu dieser Pressemeldung finden Sie hier >> http://www.wwf.de/index.php?RDCT=3ce28abdedf55a8e900a

 

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KONTAKT20070306_restaue_weisser_bogen

 

Roland Gramling

Pressestelle

WWF Deutschland

069-79144-216

 

Interviewpartnerin

Dorothea August

Referentin Feuchtgebiete / Wassermanagement

069/79144 201

 

WWF Deutschland

Rebstöckerstraße 55

60326 Frankfurt am Main

   

Tel: 0 69 / 791 44-142

Fax: 0 69 / 61 72 21

Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

www.wwf.de

 
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