Start­sei­te » Hoch­was­ser­Not­ge­mein­schaft Rhein

Hoch­was­ser­Not­ge­mein­schaft Rhein

Jan 9, 2018 | all­ge­mein

Hoch­was­ser – Wer gut vor­ge­sorgt hat, muss weni­ger bangen!

Wie es scheint haben die meis­ten Anwoh­ner an Rhein und Mosel beim aktu­el­len Hochwas­ser noch­mal Glück gehabt. Es war zwar das höchs­te Hoch­was­ser seit 7 Jah­ren, lag aber am Mit­tel­rhein den­noch nur knapp über einem zwei­jäh­ri­gen Ereig­nis. Der Ver­kehr war zum Teil stark ein­ge­schränkt, Cam­ping­plät­ze muss­ten geräumt wer­den, aber nur weni­ge Kel­ler sind voll­ge­lau­fen. Hoch­was­ser­schutz­an­la­gen und mobi­le Hoch­was­ser­schutz­wän­de haben sich in Köln, Düs­sel­dorf und wei­te­ren Städ­ten, wie Koblenz-Neu­en­dorf mit sei­ner neu­en Hoch­was­ser­schutz­an­la­ge, bewährt. Den­noch soll­te das der­zei­ti­ge Hoch­was­ser als War­nung gese­hen wer­den. Es kann schlim­mer kom­men. Auch am Rhein ist nach Exper­ten­mei­nung ein Ext-rem­hoch­was­ser möglich.

Fest steht, im Hoch­was­ser­schutz wur­de, ins­be­son­de­re Dank der län­der­über­grei­fen­den in­tensiven Zusam­men­ar­beit ent­lang des Rheins, schon sehr viel erreicht. Durch die Umset­zung des Akti­ons­plan Hoch­was­ser der Inter­na­tio­na­len Kom­mis­si­on zum Schutz des Rheins (IKSR) und der Hoch­was­ser­ri­si­ko­ma­nage­ment Richt­li­nie sind schon deut­li­che Verbesserun­gen, sowohl in der Hoch­was­ser­rück­hal­tung wie auch der beglei­ten­den Maß­nah­men zur Ver­besserung der Hoch­was­ser­vor­her­sa­ge, der Sen­si­bi­li­sie­rung und der Min­de­rung von Scha-dens­ri­si­ken, zu erken­nen. Trotz­dem besteht die drin­gen­de Not­wen­dig­keit, den Hochwasser­schutz und ins­be­son­de­re die öffent­li­che und pri­va­te Hoch­was­ser­vor­sor­ge am Rhein, aber auch in den Ein­zugs­ge­bie­ten, zu for­cie­ren und aus­zu­wei­ten. „Wer gut vor­ge­sorgt hat, muss weni­ger ban­gen, wenn ein Hoch­was­ser oder kurz­fris­tig ein Stark­re­ge­n­er­eig­nis droht.“

Der tech­ni­sche Hoch­was­ser­schutz hat Gren­zen. Das muss allen Betei­lig­ten bewusst sein. Um die Scha­dens­fol­gen z. B. hin­ter Hoch­was­ser­schutz­an­la­gen zu mini­mie­ren sind wei­te­re Anstren­gun­gen ins­be­son­de­re in der Hoch­was­ser­vor­sor­ge not­wen­dig. Die Aus­wei­tung der Hoch­was­ser­vor­sor­ge auf alle Berei­che ist eine der Ziel­vor­ga­ben der EU-Hoch­was­ser­ri­si­ko­ma­nage­ment-Richt­li­nie. Alle Betei­lig­ten, Ver­ant­wort­li­che und Bür­ger sind dar­in gefor­dert, die Hoch­was­ser­vor­sor­ge vor­an­zu­brin­gen. Hier­zu gibt es in den Bundeslän­dern unter­schied­li­che Her­an­ge­hens­wei­sen. In Rhein­land-Pfalz wur­den in den letz­ten Jah­ren erfolg­reich Hoch­was­ser­part­ner­schaf­ten an fast allen grö­ße­ren Flüs­sen und Fluss­ab­schnit­ten gebil­det, in denen Maß­nah­men des Hoch­was­ser­ma­nage­ments fest­ge­legt und umge­setzt wer­den. In „Ört­li­chen Hoch­was­ser­schutz­kon­zep­ten“ wer­den, gemein­sam mit Ver­wal­tun­gen und Bür­gern, Hoch­was­ser­schutz­lö­sun­gen für ein­zel­ne Ort­schaf­ten erarbeitet.

Neben der öffent­li­chen Hand sind auch die Betrof­fe­nen auf­ge­for­dert, im eige­nen Inter­es­se Hoch­was­ser­vor­sor­ge zu betrei­ben, um Schä­den mög­lichst gering zu hal­ten. Da Stark­re­gen und Hoch­was­ser infol­ge des Kli­ma­wan­dels eine Dau­er­ge­fahr dar­stel­len, die schnell die Exis­tenz bedro­hen kann, lohnt sich auf jeden Fall eine Elementarschadenversicherung.

 

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter: www.hochwassernotgemeinschaft-rhein.de