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Pegel Köln vom 14.12.2018
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10 Jahre Bürgerinitiative

Mittwoch, 24. September 2008 um 11:39 Uhr 3-01-04

Zehn Jahre Bürgerinitiative Hochwasser Köln-Rodenkirchen

EIGENER BERICHT

Zehn Jahre lang gerührt,
noch immer nix passiert!

Erstes Wochenende im Jahre 2004 Samstag, 3.Januar 2004

Heute Abend treffen sich die „Kämpferinnen und Kämpfer“ der ersten Stunde mit teils bekannten, teils weniger bekannten Mitstreitern der letzten zehn Jahre zu einem informellen aber geselligen Beisammensein.
Grund:
Zum Jahresende 1993 – sozusagen noch mitten im Weihnachtshochwasser – wurde mit viel Wut im Bauch die Bürgerinitiative Hochwasser Rodenkirchen gegründet.

Was ist in den zehn Jahren alles passiert?

  • neue und schlimmere Hochwässer
  • genial erfolgreiche Notwand aus Blech auf Rodenkirchener Hauptstraße und Auenweg
  • Konzeption und Verabschiedung des Kölner Hochwasserschutzkonzepts durch die Stadt Köln
  • aktive Mitarbeit des BI durch konstruktive Vorschläge und wachsame Kritik
  • Solidarisierung auf Stadtebene (Hochwasserschutzgemeinschaft Köln)
  • Solidarisierung auf Rheinebene (Hochwassernotgemeinschaft Rhein)
  • gute Zusammenarbeit mit Hochwasserschutzzentrale und Helfern
  • Erprobung und Anschaffung von „Aqua-Barrier“
  • bürokratisches Mauern bei der Bezirksregierung
  • endlich erste Planfeststellungen im Jahre 2003
  • und: Durchpeitschen von hochwassergefährlichen Bauprojekten seitens der Stadt und der Bezirksregierung

Und was ist alles nicht passiert?

  •  kein einziger Schutzbau in Wohngebieten hingekriegt
  • Planung im Schneckentempo durch quälend langsamen Planfeststellungsvorgang
  • Schuldzuweisungen an die Bürgerinnen und Bürger durch die Stadt (Prof. Bela Dören)
  • Sicherung der Professionalität (durch Personalabbau bei der Stadt)
  • Sicherung der Professionalität (durch dringend nötige Übungen zur Vermeidung weiterer Pannen)
  • konsequenter Erhalt von Flutungsräumen für 200-jährliches Hochwasser
  • nachhaltige Solidarität bei der Presse und den Medien (ausgenommen Stadtteilredaktionen)

Wie alles anfing
Am 25. Dezember 1993 traten zwei Bewohner der Rodenkirchener Wilhelmstraße in ihren schnell noch von fliegenden Händlern ergatterten Wathosen auf die immer noch geflutete Straße. Sie hatten irgendwie das ungute Gefühl, dass die Schäden bei ihnen und ihren Nachbarn - ziemlich weit ab vom Rhein - in die Millionen gehen würden. Die beiden hatten einen ziemlich dicken Hals. Sie ahnten nämlich auch, dass der ganze Ärger nicht hätte sein müssen, wenn nur die Stadt besser vorbereitet ...
Bald war klar, dass noch viele andere die Faxen dick hatten. Und so trafen sich im Januar in der noch feuchten, aber schon wieder funktionsfähigen Viertelkneipe "Hinger dr Heck" (Hinter der Hecke;was aber nichts, aber auch gar nichts mit Hinterwäldlern zu tun hat...) an die 100 aufgebrachte Betroffene. Der Eindruck völlig überforderter Hilfskräfte und ratloser Organisatoren war noch so frisch, dass allen eines völlig klar war: So naiv werden wir nicht noch einmal sein. Das nächste Mal sind wir vorbereitet. Und die Stadt auch. Der werden wir Beine machen. Und prozessiert wird auch!
Das war die Gründung der Bürgerinitiative Hochwasser in Köln-Rodenkirchen.
Später wurde ein gemeinnütziger Verein daraus mit ungefähr 500 eingeschriebenen Mitgliedern. Dazu gehören auch Bürgervereinigungen und Eigentümergemeinschaften, so dass die Initiative die Hochwasserschutzinteressen von gut und gerne 4000 Bewohnern im Kölner Süden unterstützt. Und prozessiert wurde auch nicht. Jedenfall bis jetzt ...

Und notgedrungen musste sich die Bürgerinitiative im Laufe der Jahre Kenntnisse und Durchblicke aneignen, um in einer so komplizierten Sache wie Hochwasser ein kompetenter Gesprächspartner zu sein. Es zeigte sich aber auch, dass in den Augen vieler (nicht aller!) Bürokraten der informierte Bürger doch eine ziemliche Bedrohung darstellt. So blieben Konflikte nicht aus, besonders dann nicht, wenn schlecht und schlampig geplant und leichtfertig genehmigt wurde. Und es wurde schlecht und schlampig geplant! Und leichtfertig ...

  • Das vielgepriesene Kölner Hochwasserschutzkonzept basiert auf einer einzigen billigen Schönrechnerei. Hochwasserschutz bedeutet aber immer Verlust von Überflutungsfläche. Da genügen die Grundrechenarten.
  • Die Planung der Kölner Polder läuft in Wirklichkeit auf einen gewaltigen Verlust von Retentionsraum hinaus. Dennoch wird unbeirrt von „Gewinn“ gefaselt. So lügt man sich in die Tasche.
  • Im Malerviertel soll der Deich so nahe an die Häuser, dass man sich schon bei einem 100-jährlichen Hochwasser fragen muss, ob der Deich nicht brechen muss und vorher das Drängewasser alles illusorisch werden lässt.
  • Wenn Investoreninteressen es erfordern, wird der Deich bereitwillig nach vorn verlegt und die Hochwassergefahr vergrößert. Dabei missachtet die Bezirksregierung ihre eigenen Überschwemmungsgebiet-Verordnungen.
  • Der Schutz in der Altstadt könnte schon längst auf 11,30 Meter Kölner Pegel liegen, wenn die Verwaltung in der Schule in Physik besser aufgepasst hätte. So muss sich die Öffentlichkeit mit amtlichen Tunnel-Auftriebs-Märchen herumschlagen.
  • Die Bezirksregierung genehmigt reihenweise hochwassergefährliche Vorhaben, dass sich die Paragraphen biegen. Ausführungserlasse der Landesregierung werden übergangen.
  • ...

Uns wird die Arbeit in den nächsten zehn Jahren nicht ausgehen.
Packen wir’s an!
Hoffentlich erspart uns der Rhein bis dahin böse Überraschungen.

Und weil die Medien Wichtigeres zu tun haben, gratulieren wir uns selbst zum 10-jährigen Bestehen.

Bürgerinitiative Hochwasser Altgemeinde Rodenkirchen e.V.
www.hochwasser.de   info@hochwasser.de

PRESSE-INFO 2004/01

Mittwoch, 24. September 2008 um 11:37 Uhr

Bürgerinitiative begrüßt den Einsatz verbesserter Aqua-Barrier

Freitag, 16. Januar 2004


Presseinformation der Bürgerinitiative Hochwasser Altgemeinde Rodenkirchen e.V.
 
Bürgerinitiative begrüßt den Einsatz verbesserter Aqua-Barrier

Vor dem Hintergrund der bisherigen schleppenden Umsetzung einer Grundversorgung im Hochwasserschutz sieht die Bürgerinitiative Hochwasser Köln-Rodenkirchen (BI) Anlass zur Hoffnung.

Die frisch ausgepackten und schon aufgestellten Not-Schutzelemente aus Schweden bieten im Rodenkirchener Auenviertel nunmehr einen sicheren Schutz bis 9,20 m Kölner Pegel. Dies wird erreicht durch einen zweistufigen Aufbau der bekannten Kombination aus Europaletten, Klappstützen und Folie in den am tiefsten liegenden Abschnitten der Uferstraße.

Es erstaunt, dass wenige Tage nach Übergang des konstruktiven und operativen Hochwasserschutzes in die Kompetenz der Stadtentwässerung AöR (StEB) bereits erste greifbare Fortschritte erzielt worden sind. Wieder einmal hat Hochwasser“papst“ Reinhard Vogt unter Beweis gestellt, wie schnell und unbürokratisch er handeln kann, wenn man ihn nur lässt ...

Selbst wenn aufgrund der aktuellen Prognosen dieser Schutz gar nicht nötig sein wird, sieht die BI darin den ernstgemeinten Versuch von Hubertus Oelmann, dem Vorstand der StEB, verlorenes Vertrauen in die Stadt Köln auf Seiten der Bürger zurückzugewinnen. Das ist in den Augen der BI das eigentliche positive Signal der Aktion.

Die BI Hochwasser weiß aber auch, dass es noch ein weiter Weg bis zu einem Schutz gegen ein 100-jährliches Hochwasser (11,30 m K.P.) sein wird und bietet weiterhin ihre Unterstützung durch konstruktive Kritik und die Vermittlung zwischen Stadt und Bürgern an.

Gerhard Müller
(Vorsitzender)

PRESSE-INFO 2004/02

Mittwoch, 24. September 2008 um 11:36 Uhr

Bürgerinitiative sieht Anzeichen für Hoffnung

Presseinformation 2004-02 vom 17.01.2004
der Bürgerinitiative Hochwasser Köln-Rodenkirchen

Bürgerinitiative sieht Anzeichen für Hoffnung

Bürgerinitiative sieht im Rückgang besorgter Anrufe ein Zeichen wachsender Hoffnung, dass der Hochwasserschutz in Köln nun endlich in Bewegung kommt.
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Es ist erfreulich und ein Zeichen von wachendem Vertrauen, dass die Zahl der telefonischen Bürgeranfragen zurückgegangen ist, wie die Hochwasserschutzzentrale berichtet. Sicher eine erste Reaktion auf die Signale bei der Stadt Köln, dass mit dem Übergang des Hochwasserschutzes zu den StEB der desolate Zustand in Köln sich dem Ende zuneigen könnte.

Schließlich haben Hubertus Oelmann und Reinhard Vogt in zwei Tagen erledigt, was unter dem Vorgänger Prof.Béla Dören in drei Jahren nicht möglich war: Zukauf von ein paar neuen mobilen Elementen zum verbesserten provisorischen Schutz des Rodenkirchener Auenviertels für eben mal 55 000 Euro.

Vielleicht hat der Rückgang besorgter Anfragen auch mit dem allgemein verbesserten Internetangebot zu tun. Nicht nur die Stadt bietet inzwischen ausführliche Hinweise an, auch die BI vermag über ihre Seite www.hochwasser.de mittlerweile mit laufend aktualisierten Pegelständen aufzuwarten. Das ist vor allem am Sonntagabend sehr beruhigend, wenn anderswo nur die Zahlen vom Freitag Morgen zu haben sind.

(StEB = Stadtentwässerungsbetriebe AöR)

Gerhard Müller
(Vorsitzender)

Wir verweisen auch auf unsere Presseinformation vom 16.01.2004

PRESSE-INFO 2004/03

Mittwoch, 24. September 2008 um 11:27 Uhr

Bürgerinitiative Hochwasser, Altgemeinde Rodenkirchen e.V

Presseerklärung
zum Ersten Spatenstich der Umsetzung des Hochwasserschutzkonzeptes Köln am 8. Juni 2004
um 10:30 Ecke Ufer- und Grüngürtelstraße

Ein freudiges Ereignis für die zahlreichen vom Hochwasser bedrohten Kölner und die Bürgerinitiative Hochwasser in Köln - Rodenkirchen!
Endlich wird Ernst gemacht mit einem Hochwasserschutz, der das Risiko im linksrheinischen Kölner Süden auf ein halbwegs erträgliches Maß zurückschrauben wird.

Niemand, auch der nicht, der die Ereignisse der letzten zehn Jahre einigermaßen verfolgt hat, wird schlüssig erklären können, warum es so lange gedauert hat.
Zu einem Zeitpunkt, wo die Arbeiten an den Gefahrenstellen – wie hier in Rodenkirchen – nach dem ursprünglichen Fahrplan eigentlich schon längst hätten abgeschlossen sein müssen, erfolgt nun der Startschuss.

Doch tröstet sich der Realist: Lieber spät als gar nicht.

Es ist zu begrüßen, dass diese Feierstunde ausgerechnet an der Rodenkirchener Uferstrasse stattfindet, einem Wohngebiet, das in den letzten Jahren immer häufiger überflutet worden ist, zuletzt im Januar des vorigen Jahres.
Die Bürgerinitiative sieht in dem Baubeginn auch den Erfolg der eigenen Anstrengungen, ihre Vorschläge einzubringen und den Schutz für Rodenkirchen zu optimieren.
Wir sind überzeugt, dass die konstruktive, aber nicht unkritische Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen langfristig der einzig vernünftige Weg ist. Deshalb verspricht die Bürgerinitiative, die Fortschritte der Bauarbeiten aufmerksam zu begleiten und weiterhin als Partner bei möglichen Problemen zur Verfügung zu stehen.

Die Bürgerinitiative wünscht dem Unternehmen „Hochwassersicheres Köln“ einen schnellen und vor allem dauerhaften Erfolg.

Bürgerinitiative Hochwasser, Altgemeinde Rodenkirchen e.V.
Wilhelmstr. 46
50996 Köln
0221-3981123
Fax  -9352589
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