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Pegel Köln vom 07.12.2019
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Letzter Stand: 18:30 Uhr
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"Wald im Fluß - Le Fleuve dans la Forêt": Interdisziplinärer Kongreß in Kehl am Rhein

Dr. Günther Petry, Oberbürgermeister der Stadt Kehl, empfängt die Kongreßteilnehmer;

Dr. Günther Petry, Oberbürgermeister der Stadt Kehl, empfängt die Kongreßteilnehmer;

Reinhard Vogt nach seinem Beitrag im Workshop: Öffentlichkeitsbeteiligung und sozioökonomische Aspekte

Reinhard Vogt nach seinem Beitrag im Workshop: Öffentlichkeitsbeteiligung und sozioökonomische Aspekte

Samstag, 19. November 2005 um 00:00 Uhr Management von bewaldeten Hochwasserrückhalteräumen / Teilnahme der BI-Hochwasser

Kehl: "Der Wald im Fluß" - unter diesem absichtlich mehrdeutigen Motto stand der dreitägige wissenschaftliche Kongreß in der Europastadt Kehl mit über 120 Teilnehmern aus Wissenschaft, Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft, Verwaltungen und Behörden und betroffenen Bürgern.

Nicht nur die streng forstbiologische Fragestellung, ob die Wälder der Rheinauen häufigen Überlutungen widerstehen und/oder an die neue Situation angepaßt werden können, war Thema der Vorträge und Fachgespräche.
Es war nämlich auch die Frage, wie die Akzeptanz der oft umstrittenen vorbeugenden Hochwasserschutzmaßnahmen erhöht werden kann. Das war der Grund, warum nicht nur zahlreiche Experten aus Verwaltung und Behörden gekommen waren, sondern auch Erfahrungsberichte aus der täglichen Praxis auf dem Programm standen. Sowohl der Leiter der Kölner Hochwasserschutzzentrale, Reinhard Vogt, als auch die beiden Vorsitzenden der BI-Hochwasser, Gerhard Müller und Thomas Kahlix, stellten in Referaten ihre Sicht der Bürgerbeteiligung zur Diskussion.

Nicht fehlen durfte ein sorgenvoller Blick auf die längerfristigen Prognosen der Klimaforschung, die uns keine Hoffnung auf weniger Hochwasser machen kann, im Gegenteil: Die Befürchtung, daß die Winterabflüsse sich bis zu 15% verstärken könnten, gewinnt mehr und mehr an Boden.

Das hat in Baden-Württemberg bereits zu behördlichen Konsequenzen geführt. So werden die Bemessungshochwässer entsprechend nach oben korrigiert werden.
Wie es scheint, möchten die Verantwortlichen in NRW dazu erst mal lieber schweigen.

Am Samstag leitete Dr. Ulrike Pfarr vom Regierungspräsidium Freiburg eine interessante Exkursion durch den Forst im Polder Altenheim I.

EU-Interreg III B - Projekt FOWARA (Forested Water Retention Areas):
www.fowara.org/congress/index.htm

(TK)
Links/Dokumente:
uni-protokolle.de/nachrichten/id/28022/
20-11-2005 Bericht bei Umweltjournal.de
17-11-2005 Vorbericht bei Informationsdienst Wissenschaft

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