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Pegel Köln vom 07.12.2019
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Letzter Stand: 18:30 Uhr
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Pressemitteilung der Hochwassernotgemeinschaft Rhein e.V. zum aktuellen Hochwasser am Rhein

04.06.2013 (Mainz): HWNG fordert mehr Rückhalträume und keinen weiteren Verzug in der Umsetzung der Vorsorge

Hochwasser zum Sommeranfang – Hochwassernotgemeinschaft Rhein mahnt zu mehr Solidarität und Engagement in der Hochwasservorsorge

Während an der Elbe und ihren Nebenflüssen Erinnerungen an das Katastrophenhochwasser von 2002 hoch kommen und die derzeitigen Entwicklungen sogar noch Schlimmeres befürchten lassen, steigt zwar auch der Rhein stetig an, sind Keller und Straßen bereits überflutet, doch wie es aus sieht, geht es für die Rheinanlieger nochmal gut aus. Die Situation in Bayern und Ostdeutschland zeigt jedoch, dass Hochwasser infolge von Dauer- und Starkregen, auch im Sommer keine Seltenheit mehr sein werden. Auch der Rhein könnte beim nächsten Mal von einem Extremhochwasser betroffen sein.

Da stellt sich die Frage, ob sich im Hochwasserschutz Entscheidendes verbessert hat. In den letzten Jahrzehnten wurden viele Polder gebaut, Deiche saniert und zurückverlegt. Die Umsetzung vieler weiterer Maßnahmen ist jedoch aufgrund von örtlichen Interessenskonflikten zum Teil um 20 Jahre im Verzug. Dabei wäre es jetzt dringend notwendig zusätzliche Flächen für weitere Rückhaltemaßnahmen zu sichern, um die Betroffenen nicht weiter wachsenden Gefahren auszusetzen.

Das aktuelle Hochwasser mahnt, im überörtlichen Hochwasserschutz, d. h. auf Länderebene, aber auch im örtlichen Hochwasserschutz, auf kommunaler Ebene, in der Hochwasservorsorge nicht nachzulassen. Es ist mehr Solidarität und Abstimmung gefragt. Die finanziellen Mittel für Hochwasserschutzmaßnahmen dürfen angesichts der drohenden Verschärfung der Gefahren nicht gekürzt werden. Andererseits sind auch die Betroffenen im verstärkten Maße gefordert, der gesetzlichen Verpflichtung nachzukommen und selbst Vorsorge zu treffen.

Mainz, den 4.6.2013

www.hochwassernotgemeinschaft-rhein.de