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Pegel Köln vom 21.11.2018
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HochwasserNotgemeinschaftRhein

Mainz, 9. Januar 2018 Pressemitteilung

Hochwasser Wer gut vorgesorgt hat, muss weniger bangen!

Wie es scheint haben die meisten Anwohner an Rhein und Mosel beim aktuellen Hochwas­ser nochmal Glück gehabt. Es war zwar das höchste Hochwasser seit 7 Jahren, lag aber am Mittelrhein dennoch nur knapp über einem zweijährigen Ereignis. Der Verkehr war zum Teil stark eingeschränkt, Campingplätze mussten geräumt werden, aber nur wenige Keller sind vollgelaufen. Hochwasserschutzanlagen und mobile Hochwasserschutzwände haben sich in Köln, Düsseldorf und weiteren Städten, wie Koblenz-Neuendorf mit seiner neuen Hochwas-serschutzanlage, bewährt. Dennoch sollte das derzeitige Hochwasser als Warnung gesehen werden. Es kann schlimmer kommen. Auch am Rhein ist nach Expertenmeinung ein Ext-remhochwasser möglich.

Fest steht, im Hochwasserschutz wurde, insbesondere Dank der länderübergreifenden in­tensiven Zusammenarbeit entlang des Rheins, schon sehr viel erreicht. Durch die Umset­zung des Aktionsplan Hochwasser der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) und der Hochwasserrisikomanagement Richtlinie sind schon deutliche Verbesserun­gen, sowohl in der Hochwasserrückhaltung wie auch der begleitenden Maßnahmen zur Ver­besserung der Hochwasservorhersage, der Sensibilisierung und der Minderung von Scha-densrisiken, zu erkennen. Trotzdem besteht die dringende Notwendigkeit, den Hochwasser­schutz und insbesondere die öffentliche und private Hochwasservorsorge am Rhein, aber auch in den Einzugsgebieten, zu forcieren und auszuweiten. „Wer gut vorgesorgt hat, muss weniger bangen, wenn ein Hochwasser oder kurzfristig ein Starkregenereignis droht.“

Der technische Hochwasserschutz hat Grenzen. Das muss allen Beteiligten bewusst sein. Um die Schadensfolgen z. B. hinter Hochwasserschutzanlagen zu minimieren sind weitere Anstrengungen insbesondere in der Hochwasservorsorge notwendig. Die Ausweitung der Hochwasservorsorge auf alle Bereiche ist eine der Zielvorgaben der EU-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie. Alle Beteiligten, Verantwortliche und Bürger sind darin gefordert, die Hochwasservorsorge voranzubringen. Hierzu gibt es in den Bundeslän­dern unterschiedliche Herangehensweisen. In Rheinland-Pfalz wurden in den letzten Jahren erfolgreich Hochwasserpartnerschaften an fast allen größeren Flüssen und Flussabschnitten gebildet, in denen Maßnahmen des Hochwassermanagements festgelegt und umgesetzt werden. In „Örtlichen Hochwasserschutzkonzepten“ werden, gemeinsam mit Verwaltungen und Bürgern, Hochwasserschutzlösungen für einzelne Ortschaften erarbeitet.

Neben der öffentlichen Hand sind auch die Betroffenen aufgefordert, im eigenen Interesse Hochwasservorsorge zu betreiben, um Schäden möglichst gering zu halten. Da Starkregen und Hochwasser infolge des Klimawandels eine Dauergefahr darstellen, die schnell die Exis­tenz bedrohen kann, lohnt sich auf jeden Fall eine Elementarschadenversicherung.

 

Weitere Informationen unter: www.hochwassernotgemeinschaft-rhein.de