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Pegel Köln vom 07.12.2019
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Letzter Stand: 18:30 Uhr
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Einweihung Polder Bodenheim/Laubenheim

Umweltministerin Margit Conrad im Gespräch mit Prof.Dr.Seimetz, Präsident der SGD Süd; etwas verdeckt Wenzel Mayer vom hessischen Umweltministerium

Umweltministerin Margit Conrad im Gespräch mit Prof.Dr.Seimetz, Präsident der SGD Süd; etwas verdeckt Wenzel Mayer vom hessischen Umweltministerium;

Umweltministerin Margit Conrad spricht zur Eröffung der Polders Bodenheim/Laubenheim

Umweltministerin Margit Conrad spricht zur Eröffung der Polders Bodenheim/Laubenheim;

Wenzel Mayer, Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Wenzel Mayer, Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz;

Enthüllung eines Gedenksteins; rechts Reinhold Stumpf, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bodenheim (mit Hut) und Wolfgang Reichel, Beigeordneter der Stadt Mainz

Enthüllung eines Gedenksteins; rechts Reinhold Stumpf, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bodenheim (mit Hut) und Wolfgang Reichel, Beigeordneter der Stadt Mainz;

Auf dem Stein ist auch vermerkt, was der Polder gekostet hat: Immerhin 39,8 Millionen Euro.

Auf dem Stein ist auch vermerkt, was der Polder gekostet hat: Immerhin 39,8 Millionen Euro.;

Rheinland-pfälzische Umweltministerin Margit Conrad: „Sechster Rückhalteraum am Oberrhein fertig!“

 

Bodenheim, 7. Dezember 2009: Der einsatzbereite Retentionsraum zwischen Nackenheim, Bodenheim und Mainz-Laubenheim mit einem Fassungsvermögen von 6,7 Mio m³ bei einem 200-jährlichen Rheinhochwasser ist seiner Bestimmung übergeben worden.

Die rheinland-pfälzische Umweltministerin betonte völlig zu Recht die Verdienste des Landes für einen nachhaltigen Hochwasserschutz. Immerhin sind 250 Millionen Euro bereits verbaut und etwa die gleiche Summe wird in den nächsten Jahren noch investiert werden.

Und auch darauf wies Margit Conrad nachdrücklich hin: In diesem Bundesland ist der Schutz vor Hochwasser Chefsache und deshalb weiß sie immer den Ministerpräsidenten im Rücken – was keinesfalls als Drohung zu verstehen ist, sondern vielleicht zum Teil erklärt, warum Rheinland-Pfalz im Ländervergleich einfach Spitze ist.

Demgegenüber fallen die pflichtschuldigen Erklärungsansätze des Vertretes der hessischen Landesregierung eher mager aus. Denn Hessen hat bisher keinen einzigen Hektar Heimaterde im hessischen Ried an den Rhein zurückgegeben. Und daß seitens Hessen mittlerweile 48 Millionen Euro in das internationale Rheinprogramm geflossen sind, beeindruckte angesichts der Opfer von Rheinland-Pfalz nicht wirklich. Ministerialdirigent Wenzel Mayer (in der Rolle als 3. Garnitur, wie er sich selber halb ironisch einführte) erklärte, daß sich Hessen vordringlich auf die Rückhaltung in der Fläche in den kleineren Zuflüssen konzentriere, räumte dann aber selber ein, daß diese Strategie bei extremen Hochwässern wenig brächte. Demgegenüber sei die höchste Effizienz in so einem Fall bei gesteuerter Retention zu erreichen.

Nun gut, der Chronist sieht sich darin ermutigt, auf den ersten ereignisgesteuerten Retentionsraum auf hessischem Gebiet nicht mehr lange warten zu müssen.

Vielleicht wird es auch Zeit, daß zur Abwechslung mal Nordrhein-Westfalen den Hessen finanzielle Beihilfe anbietet.

Natürlich war die BI-Hochwasser vor Ort, um stellvertretend für die Bürgerinnen und Bürger am Niederrhein Anerkennung und Dank für diesen weiteren wichtigen Baustein eines solidarischen Hochwasserschutzes auszudrücken.

Jeder Kubikmeter Rückhalteraum zählt…
Immer!

(TK) 

Medien:

Bericht und Video in der Allgemeinen Zeitung 07.12.2009
SWR-Nachrichten 07.12.2009 16:19

Pressemeldung des MUFV RLP  07.12.2009

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