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Pegel Köln vom 17.07.2019
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30.10.2010 - Hochwasserschutzzonen-Verordnung: Segen oder Fluch?

Sperrzonen direkt an der Schutzline (ca. 5 Meter beidseits) müssen tabu sein. [Foto vom Vorabend der Hochwasserschutz-Übung am 3. September 2010]

Man stelle sich vor:

Es ist Hochwasser - ein mittleres* Hochwasser von 11,30 Kölner Pegel. Darf das Leben hinter dem mobilen Schutz weitergehen wie gewohnt oder sind besondere Maßnahmen erforderlich?

Wieviel Vertrauen ist möglich, wieviel Vorsicht nötig?

 

Um dieses wichtige Thema geht es am

Dienstag, dem 16. November  ab 18 Uhr in der

Aula des Rodenkirchener  Gymnasiums:

 

Zum einen findet von 18 Uhr bis etwa 19 Uhr die öffentliche Mitgliederversammlung der Bürgerinitiative statt,

zum anderen

ab 19:30 eine Information der Stadt Köln zu der kürzlich verabschiedeten Hochwasser – Schutzzonenverordnung.

 

Um den unmittelbar Betroffenen und den am Fortgang des Hochwasserschutzes Interessierten die Sache zu erleichtern, hat die BI einen Vorschlag des Bezirksbürgermeisters Eberhard Petschel gerne aufgegriffen und mit den Verantwortlichen der Stadt (und den StEB) einen Termin an einem Abend ausgehandelt.

 

Der Hintergrund ist nur scheinbar kompliziert: Bei dem richtigen Bemühen der Stadt, auch bei einem mittleren Hochwasser (BHW100) für die Sicherheit der Menschen hinter Schutzmauern und mobilen Wänden Sorge zu tragen, ist ein aus Sicht der BI nicht praktikables juristisches Gebilde verfasst worden, das dringend auf den Prüfstand muss.  Das hatte im übrigen auch die Bezirksvertretung Rodenkirchen erkannt und auf ihrer Sitzung vom 31.Mai 2010 ihre Zustimmung an folgende Auflagen geknüpft:

 

  1. In den nächsten Wochen ist eine Bürgerinformation über die Verordnung und deren Anwendung abzuhalten.
  2. Die betroffenen Haushalte werden zusätzlich mittels eines Faltblattes informiert.
  3. Die Anwendung der Verordnung ist gegenüber den in der Gefahrenzone wohnenden Bürgern tolerant auszulegen. Weil noch keine praktischen Erfahrungen vorliegen, ist ein flexibler Umgang mit den Vorschriften erforderlich.
  4. Im Anschluss an die am 03./04.09.10 stattfindende Hochwasser-Übung (in die die BI Hochwasser intensiv eingebunden wird) ist eine kritische Prüfung / Überarbeitung der VO vorzunehmen, bei der die o.g. BI zu beteiligen ist.

 

Dieser Forderung ist der Rat der Stadt bei seiner Sitzung am 17. Juni einhellig gefolgt.

Das Problem ist aber nun, dass seither weder eine Bürgerinformation stattfand noch die betroffenen Haushalte schriftlich unterrichtet wurden. Ebenso wurde die Gelegenheit nicht genutzt, bei der Hochwasserübung eine erste punktuelle Erprobung der Verordnung stattfinden zu lassen.

Die Gründe wurden bisher nicht genannt. Auch die Einbindung der BI (oder irgend ein anderer Sektor der Bürgerschaft) ist noch nicht erfolgt.

 

Daher ist es ganz wichtig, sich Informationen einzuholen, um am 16. November die richtigen Fragen stellen zu können und von den Verantwortlichen der Stadt die nötigen Auskünfte einzuholen.

Selbstverständlich können die aktiven Mitglieder der BI auch persönlich angesprochen werden (Entweder über die Geschäftsstelle 0221-3981123 oder den E-Mail Kontakt

Sicher wartet auch das Ordnungsamt der Stadt auf möglichst viele Anfragen zu den Thema, um sich für den 16. November bestens vorbereiten zu können.

 

Die BI Hochwasser möchte ihren Beitrag leisten, damit eine Regelung ausgehandelt wird, die für jedermann einsichtig ist und die im Hochwasserfall ohnehin angespannte Situation nicht unnötig verschärft.

 

> Weitere Informationen hier

 

Siehe auch: Termine 18.00 und 19:30

 

Verwandte News:

16.08.2008 Hochwasser-Schutzzonen-Verordnung für Köln-Zündorf


  

* Anmerkung: Die Hochwasser-Risikomanagement-Richtline [DE - 6.11.2007 - Amtsblatt der Europäischen Union - L 288/27] verwendet den mißverständlichen Begriff "Jährlichkeit" nicht mehr, sondern ordnet für die Mitgliedsstaaten die Betrachtung von drei Szenarien an:1. Hochwasser mit niedriger Wahrscheinlichkeit (Extremereignisse)2. Hochwasser mit mittlerer W. (voraussichtliches Wiederkehrintervall?100 Jahre)3. ggf. Hochwasser mit hoher W. Demzufolge ist ein Kölner Hochwasser von 11,30 m KP (= Schutzhöhe vom Stadtbezirk Rodenkirchen) verkürzt ausgedrückt ein mittleres Hochwasser.