| Pumpen |
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| Mittwoch, 06. August 2008 um 10:57 Uhr |
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Ralf P. Wackers Nach den Hochwasserwochen flatterten uns Prospekte von verschiedenen Baumärkten ins Haus. Allen gemeinsam war das Angebot von Pumpen und Zubehör. Ein Vergleich der Leistungswerte war jedoch schwierig, da verschiedene Maßangaben benutzt wurden. Als Beispiel : Pumpe A hat "nur" eine Leistung von 1,5 l/s, Pumpe B dagegen eine Leistung von 5,4 m³/h. Pumpe A war eine Tauchpumpe, Pumpe B dagegen nicht. Um die Pumpleistung umrechnen zu können, hier einige Umrechnungshilfen: Was kann ich pumpen? Bei Hochwasser kann es zwei "Arten" von Wasser im Keller geben: Benutzung einer Pumpe Die Pumpe wird an die tiefste Stelle des auszupumpenden Raumes gestellt. Da der Strom in diesen Überschwemmungsräumen abgeschaltet sein sollte, muss die Spannung über ein Verlängerungskabel zur Pumpe gebracht werden. Hier sollte ein Gummikabel (Feuchtraumkabel) mit Gummistecker verwendet werden. Die Steckerverbindung muss unbedingt aus dem Wasserbereich gehalten werden (Sicheres Aufhängen an der Decke!). Die Schläuche sollten so kurz wie möglich sein und mit so wenig Steigung wie möglich angebracht werden. Sollten die Schläuche an z.B. Fensterkanten abknicken (je dicker der Schlauch, desto weicher ist er), kann man mit einer fest an die Wand montierten Rohrkonstruktion mit Bögen einen Leistungsabfall vermeiden. Ohnehin nimmt die Leistung der Pumpe mit der Förderhöhe ab. Noch ein Wort zum Kellerauspumpen: Die Feuerwehr warnt generell vor leichtsinnigem (= gedankenlosem) Leerpumpen. Das Eindringen des Wassers in Keller zeigt an, dass das Kellergeschoss außen von Wasser umgeben ist. Wasser hat eine Masse von 1 kg/Liter bzw. 1 t/m³. Auf 1 m² Bodenfläche wirkt also bei einer Wassersäule von 1m eine Gewichtskraft von 1 t. Wenn das Wasser 1 m um den Keller herum steht und der Keller leergepumpt wird, dann drückt das Wasser auch von unten auf das Fundament mit rund 1 t je m². Auf einen Kellerboden mit einer Fläche von 60 m², wirkt also auch ein Druck entsprechend 60 t. Das hält manches Fundament aber nicht mehr aus. Risse bilden sich im Boden, und im schlimmsten Fall bricht das Fundament auf . Das eindringende Wasser schwemmt Sand aus dem Fundament heraus - Sand, der normalerweise dafür sorgt, dass die größeren Kiessteine in einem Sandbett lagern. Fehlt der Sand, so richten sich die Kieselsteine neu aus und sacken in sich zusammen. Ein Absacken des Fundamentes und Setzrisse in den Wänden sind die Folge. |

