| Offenlage der Planungen für das Rheinufer in Deutz läuft! |
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| Dienstag, 04. November 2008 um 01:00 Uhr | ||
Einwendungen bis zum 30.12.2008 möglich
Ankündigung im Amtsblatt BI-Hochwasser meint dazu: Die Stadt Köln muß sich ihrer Verantwortung als hochwassergefährdete Stadt zum Wohle ihrer Bürger bewußt werden. Ästhetisch mögen die Entwürfe für das Deutzer Rheinufer zwischen den beiden Brücken ja in Ordnung gehen, im Hinblick auf die Katastrophenanfälligkeit der Stadt Köln ist das höchst unvorsichtig. Köln brüstet sich stets damit, die am meisten von Hochwasser bedrohte Stadt Europas zu sein, wenn es darum geht , von den Oberliegern Rückhalteräume zu fordern. Nicht umsonst ist die Stadt Gründungsmitglied der Solidarvereinigung „Hochwassernotgemeinschaft Rhein“. Wenn sie aber selber etwas tun kann – wie jetzt – tut sie nichts. Niemand kann genau sagen, wie sich der Wasserstand bei einem extremen Hochwasser in Kölns Innenstadt entwickeln wird. (Zwar wird zur Zeit überall am Hochwasserschutz gebaut, aber detaillierte Berechnungen über die neuen Wasserspiegellagen auf der Basis des erhöhten Deiche und Schutzwände sind Fehlanzeige). Dabei genügt ein Blick in den Stadtplan, um zu erkennen, daß der Abschnitt zwischen Deutzer Hafen und Messe der Flaschenhals in Köln ist. Wären wir in Holland, das sich seit Jahrend energisch der Bedrohung entgegenstemmt, gäbe es mit Sicherheit schon längst konkrete Planungen, wie durch Verbesserung der Durchflußleistung der Pegel merklich gesenkt werden könnte („Grüne Flüsse“). Auch an der Elbe wird an der Beseitigung von Engpässen gearbeitet. In Köln ist das Gegenteil der Fall: - Die Hochwasserschutzlinie in Deutz ist unnötig nach vorn verlegt worden - Im Rheinauhafen ist das Gelände um etwa einen Meter angehoben und der Hochwasserschutz nun faktisch bis an den Kai vorverlegt worden. Oberhalb 11,30 m KP kommen die zahlreichen neuen Gebäude als „Stauhindernisse“ noch dazu. - Damit wird der positive Effekt durch die Rückverlegung an der Altstadt mehr als zunichte gemacht. Vernünftigerweise ist also eine risikoangepaßte Planung für das Rheinufer zu fordern, d.h. nicht nur Verzicht auf weitere hochwasserverschärfende Eingriffe, sondern anläßlich der begonnen Diskussion um den „Rheinboulevard“ nun auch Anstrengungen für eine Verbesserung der Hochwassersituation. Konkret kann das nur heißen: Zurückverlegung der Uferlinie und Aufweitung des Abflußquerschnittes. Auch das kann man ja städtebaulich nett gestalten, allerdings nach der Devise: „Form follows function“. Wir vermissen in Köln eine verantwortungsbewußte Risikokultur bei der Verwaltung und bei den politisch Verantwortlichen. Für längere Zeit wird dies die letzte Chance sein, dreistellige Millionenschäden zu verhindern oder wenigstens zu verringern. (TK) Links/Dokumente: Verwandte News: |


