07.07.2010 Sturzflut in Bonn-Mehlem Drucken E-Mail

20100704_feuerwehr_bonnNicht nur punktuell im Raum Köln, auch und insbesondere in Wachtberg und Bonn-Mehlem haben die Gewitterzellen am Wochenende erhebliche Schäden verursacht. Auf einen Schlag fielen dort an die 85 Liter auf den Quadratmeter, zu viel für die wahrscheinlich mangelhaft freigehaltenen Abflußrinnen und die verrohrten Vorfluter. Erst recht zu viel für eine Stadtentwicklungspolitik, die solche Ereignisse schon bei der (Raum)Planung ignoriert.

> Informationen der Stadtverwaltung Bonn

> General-Anzeiger Bonn 6-7-2010 Wachtberg 

> General-Anzeiger Bonn 7-7-2010 Niederbachem

> General-Anzeiger Bonn 7-7-2010 Mehlem

> Kölnische Rundschau

> Video: Unwetter zog über Bonn... 2'26
> Video: Bonn - Schwere Unwetter   3'43
 

Es ist immer das gleiche Lied/Leid:

Verstörte Bewohner, große bis existenzbedrohende Schäden, Suche nach den „Schuldigen“ und allerlei Ausreden der Politik und der Bezirksregierung.

Das alles haben wir in Köln 1993 schon bis aufs I-Tüpfelchen durchgemacht.


Dabei könnte man heute viel weiter sein:

-       Klimawandel und Häufung von Starkregenereignissen ernst nehmen

-       Risikozonen identifizieren (gegen den Protest von Stadtverwaltung und Immobilienspekulation) und Verzicht auf riskante Neubebauung

-       Menschen zur Vorsorge anstiften (keine Häufung von Wertsachen im gefährdeten Souterrain!)

-       Werbung für Absicherung des Restrisikos („erweiterte Elementarschadenversicherung“; für unter 100 Euro/Jahr ist man dabei)

 

Gerade was das Thema Versicherung anbelangt, hat die Bayerische Staatsregierung im Jahre 2009 einen einzigartigen Vorstoß gestartet. In einer großangelegten Aufklärungsaktion unter dem Motto „Voraus denken – elementar versichern“ wurde binnen eines Jahres die Versicherungsquote im Landesmittel von 6% auf 8% gesteigert. Immer noch wenig, wenn man berücksichtigt, daß die Abdeckung bei Sturmschäden etwa 80% beträgt. Und kaum verwunderlich: Bestehen doch die meisten Banken bei einem Hauskredit auf eine solche Versicherung – nicht aber gegen Überschwemmung und Rückstau.

Besonderer Clou der bayerischen Politik: Es werden nur noch staatliche Hilfen für solche Schäden gewährt, die nicht versicherbar sind. Basta!

 

Nachdenkenswert?

Wir finden das schon…

[TK] aktualisiert 11.07.2010

 

LINKS:


Die Hochwasserschutzzentrale Köln hat aus dem Anlaß eine aktuelle Information veröffentlicht > sehr lesenswert!

 

 

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