Polderflutungen an der Oder Drucken E-Mail
Samstag, 29. Mai 2010 um 13:14 Uhr

Geöffnete Retentionsräume entlasten Deiche und mindern die Gefahr

 

Seit dem 27. Mai strömen Teile der Oderflut in die Rückhalteräume, die insgesamt ein Volumen von etwa 100 Millionen m³ fassen können. Nach Angaben des Präsidenten des brandenburgischen Umweltamtes, Matthias Freude, bedeutet das eine Scheitelabsenkung in Richtung Stettin von bis zu 20 Zentimetern.

Aber auch der lokale Effekt ist nicht übel: fünf bis 10 Zentimeter. Für die polnische Seite, die bereits mit Provisorien schützen muß, vielleicht die entscheidende Entlastung.

 

Hier am Rhein werden wir daran erinnert, daß der Fortschritt von Deichrückverlegungen und Planung neuer Retentionsräume erschreckend langsam vor sich geht oder von der Landespolitik NRW, die unter immensem Druck der Landwirtschafts- und Baulobby steht, überhaupt ausgebremst wird.

Man wird eben nur aus eigenem Schaden klug, nicht aus dem anderer.

[TK] - aktualisiert 30.05 -

 

Medienberichte:

Kein Anlaß zur Entwarnung (taz - Kommentar  29.05.2010)

Zu wenig Platz für den Fluß (taz 29.05.2010)

Fluten strömen in Nationalpark-Polder (Uckermark-Kurier  29.05.2010)

Hochwasser flutet Polder (Märkische Oderzeitung  28.05.2010)

Oder-Hochwasser sinkt leicht - die Deiche halten (Lausitzer Rundschau 29.05.2010)

Der Druck auf die Deiche ist immens  (FOCUS  28.05.2010)

 

Verwandte NEWS: Hochwasser an Oder und Weichsel 2010 (26.05.2010)