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Beeindruckende Demonstration koordinierter Katastrophenvorsorge in Rheinhessen (Rheinland-Pfalz).
Bürgerinitiative Hochwasser ist vor Ort dabei.
Köln; 08.11.2009: Am 7. November hatte sich die Verbandsgemeinde wahrlich nicht wenig vorgenommen: Drohender Deichbruch in Oppenheim, Rückstau eines kleinen Flüßchens in Nierstein, Evakuierung eines kompletten Altenzentrums in eine höherliegende Mehrzweckhalle und nicht zuletzt Auslagerung der Gemeindeverwaltung samt Einsatzleitung in die Ortsgemeinde Dalheim, die ihr Rathaus zur Verfügung stellte.
Daneben liefen alle ohnehin nötigen Routineaufgaben wie Schließung von rheinseitigen Durchlässen (54 an der Zahl), teilweise auf noch ganz mühsame (und zeitraubende) Weise als sandverfüllte (Doppel)- Holzbalkensperren.
Um dies alles zu stemmen, mußten nicht nur alle betroffenen Gemeindestellen in Aktion sein; auch 11 Freiwillige Feuerwehren, THW, DRK und DLRG und mehr waren zu koordinieren. Der Besucher aus Köln kann nur den Hut ziehen vor dem engagierten Einsatz von mehr als 600 aktiven Teilnehmern vom frühen Morgen bis in den Samstagnachmittag hinein (und nicht wenige werden noch bis in die Nacht Abbau- und Aufräumarbeiten geleistet haben.
Aufmerksam wurde die BI über das Informationsnetz
der Hochwassernotgemeinschaft Rhein (HWNG). Die Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim ist zwar nicht Mitglied, hatte aber der HWNG freundlicherweise die beobachtende Teilnahme an der Übung angeboten. Frau Dr. Manthe-Romberg (HWNG-Geschäftsstelle) und Frau Heinz-Fischer (IBH-Koordination) waren demzufolge ebenfalls bei der Besuchergruppe, die vom agierenden Wehrleiter, Hans-Jürgen Heilmann, auf der gesamten Bustour aus erster Hand über Ablauf und Hintergründe informiert wurde.
Überhaupt war die Betreuung überaus freundlich und umsorgend. Man fühlt sich als Gast richtig wohl in Nierstein-Oppenheim.
In Bälde erscheint hier ein ausführlicherer Erlebnisbericht mit mehr Bildern.
Bei der abschließenden Pressekonferenz betonte Verbandsgemeinde-Bürgermeister Klaus Penzer das hohe Gefährdungspotential der Ortsgemeinden Nierstein und Dienheim und der Stadt Oppenheim. Gleichzeitig lobte er ausdrücklich die Anstrengungen des Landes Rheinland- Pfalz für einen HQ200-Schutz.
Bezogen auf die Übung selbst konnte Herr Penzer bereits sagen, daß in Zukunft zur rechtzeitigen Schließung der Schotts die Transportlogistik verbessert werden müsse.
Nimmt man die Ergebnisse der Kölner Übung vom September hinzu, scheint sich abzuzeichnen, daß auf der Planungsebene die Geschwindigkeit des Transports überschätzt zu werden scheint.
Gut zu wissen...

LINKS: VG Nierstein-Oppenheim
Bericht in der Allgemeinen Zeitung über das Hochwasserproblem der DLRG 10.11.2009
Bericht in der Allgemeinen Zeitung von der Übung 08.11.2009 (mit Video)
Information der VG Nierstein-Oppenheim zur Übung
Bericht in der Allgemeinen Zeitung über die Vorbereitung 11.04.2009
DLRG Rheinhessen OG Oppenheim (Bericht)
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