Sürther Aue: Aufschüttungen im Gesetzlichen Überschwemmungsgebiet Drucken E-Mail
Montag, 25. Mai 2009 um 00:00 Uhr

Godorfer-Hafen-Ausbau: Verlust an Retentionsraum durch Eingriff der HGK

KÖLN-Sürth, 25.05.2009: Auf der füheren Ackerfläche nördlich des zerstörten Naturschutzgebietes hat die Häfen und Güterverkehr Köln (HGK) eine meterhohe Kiesauflage auftragen lassen. Da das Gebiet Teil des sogenannten "Gesetzlichen Überschwemmungsgebietes" ist, wird zu prüfen sein, ob dieser Eingriff rechtens ist.

Die Bezirksregierung Köln als wasserrechtliche Aufsicht muß die Einhaltung des Landeswassergesetzes sicherstellen.

Diese Aktivitäten der Hafenausbau-Lobby sollen offensichtlich dem partiellen Ausgleich der gerodeten Fläche des Naturschutzgebiets Süther Aue dienen und vergleichbare Biotopverhältnisse schaffen. Zu diesem Zweck wurden Tausende von Kubikmetern Rheinkies einfach auf die bestehende Oberfläche geschüttet. Der gleiche Effekt - aber ungleich teurer - hätte auch erzielt werden können, wenn die oberste Schicht Mutterboden vorher ausgekoffert worden und so das ursprüngliche Geländeprofil erhalten geblieben wäre.

Die Bezirksregierung wird darauf eine Antwort geben müssen. Schließlich werden ihr entspechende Pläne und Anträge vorgelegt worden sein.

 Blickrichtung von der Mahnwache zur KVB-Trasse / L300 (frühere B9)
Nördlich des NSG Sürther Aue wurde eine meterhohe Kiesschicht aufgeschüttet (roter Pfeil) und beeinträchtigt das Retentionsvolumen im Hochwasserfall