| Godorfer Hafen: Alternativgutachten vorgestellt |
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| Dienstag, 14. August 2007 um 01:00 Uhr | ||
Hafengegner haben die besseren Argumente
(Zusammenfassung auf suerter-aue-retten.de) Es legt die Schwächen des Baum-Gutachtens offen, die auch zum Teil daher rühren, daß die Auftraggeberin (die HGK Köln AG) einen auf ihre Interessen zugeschnittenen Untersuchungsauftrag erteilt hatte. Die wichtigen Fragen, auch die, die die Risiken für die Bevölkerung der Stadt Köln betreffen, durfte der Gutachter der Uni Köln gar nicht erst untersuchen. Das neue Gutachten rückt nicht nur eine deutlich günstigere (= wirtschaftlichere) Variante in den Fokus, sondern berücksichtigt auch die projektierten Effekte des Klimawandels. Der Kölner Stadtanzeiger hat in der Ausgabe vom 14.08.2007 den HGK-Gutachter mit diesen Aussagen konfrontiert. Laut Stadt-Anzeiger hält der angesehene Kölner Verkehrswissenschaftler Herbert Baum die Klimawandel-Prognosen für „absurd“ und „Kaffeesatzleserei“. Das verwundert doch etwas. Gehört es doch nicht gerade zum akademischen Stil, andere ebenfalls seriöse wissenschaftliche Institutionen - darunter etliche Max-Planck-Institute - dergestalt herunterzumachen. Vor allem dann nicht, wenn man zwar von Verkehr und Wirtschaft viel, von Naturwissenschaft aber keine Ahnung hat. Was treibt den Professor wohl zu dieser Entgleisung? Ist sein Gutachten doch nicht so „wasserdicht“, wie er den Auftraggeber glauben lassen möchte? Zumindest in einem Punkt sollte sich der Professor vielleicht bedeckt halten: Sein Gutachten übernimmt vorbehaltlos die Verharmlosung des Regierungspräsidenten bezüglich einer Gefährdung der Kölner Bevölkerung durch den Godorfer Hafenausbau. Und das, obwohl dessen Auffassung vor Gericht beklagt wird und wahrlich einer wissenschaftlichen kritischen Überprüfung wert wäre. Ausbaugegner jedenfalls werfen dem Regierungspräsidenten unverantwortliche Begünstigung privater Gewinninteressen zu Lasten des Gemeinwohls vor. Und ob das alles „Kaffeesatzleserei“ war, wird sich spätestens dann erweisen, wenn Hunderte von losgerissenen Containern im überbordenden Rhein durch die Kölner Innenstadt brechen und zum Beispiel im Rheinauhafen die neuen Glaspaläste in Schutt und Asche legen. Dann ist der wackere Professor aber vielleicht schon in Pension und wird vor sich hinsummen: „Ach wie gut, daß niemand weiß...“. Fröhliche Wissenschaft! www.ksta.de/html/artikel/1186044287004.shtml www.rundschau-online.de/html/artikel/1186068208007.shtml Ein kurzer Beitrag von Deutschlandradio vom 14.08.2007 ("Deutschland heute" 14:10 Uhr) (TK) Links/Dokumente: CitizenConsult - Gutachten SÜRTHER AUE RETTEN ! Verwandte News: IHK will den Godorfer Hafen um jeden Preis - 5-02-07 00:00 Container-Havarie in Köln - Eine letzte Warnung? -27-03-07 00:00 Gefahr vorüber - Doch was ist mit dem geplanten Containerlager in Godorf? -31-03-07 00:00 |


