| Baupläne für Kuhwiese vertagt (KStA) |
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[Bezirksvertreter wünschen vorausschauendes Modellprojekt] Kölner Stadt-Anzeiger Stadtteile - 12. Februar 2004 Baupläne für Kuhwiese vertagt Die Bebauung der Wiese im Salzgrund sollte zum "Modell" werden für das Bauen in von Hochwasser gefährdeten Bereichen. Das wünschen sich die Bezirksvertreter. VON ULRIKE SÜSSER Weiß - Dick war der Stapel von Protest-Briefen, die bei der Bezirksvorsteherin Gabriele von Dombois nach der Bürgeranhörung zur Bebauung der Kuhwiese im Salzgrund eingegangen waren: Sie sei zu dicht, hieß es da, das dörfliche Gefüge würde zerstört, sie sei unverantwortlich im Hochwasser-Risiko-Gebiet und widerspreche internationalen Abkommen. Die Vorbehalte der Bürger hätten dazu geführt, dass nun die Ursprungspläne noch einmal überarbeitet worden seien, erklärte die maßgebliche Stadtplanerin Imme Helbig. Im neuen Entwurf sei ein zusätzlicher Spielplatz ausgewiesen worden und statt sechs sollen nur noch drei freistehende Einfamilienhäuser errichtet werden. Das stellte die Bezirksvertreter aber noch nicht zufrieden und sie vertagten die Entscheidung. "Uns sagt der Entwurf noch nicht zu", sagte Gerhard von Dreusche, der SPD-Fraktionsvorsitzende. In einer noch nicht terminierten Informations-Veranstaltung will die Bezirksvertretung den Bürgern die überarbeiteten Pläne vorstellen und deren Meinung hören. Einig waren sich jedoch die Stadtteilpolitiker in einem von der grünen Fraktion angeregten Punkt: Die Bebauung im Salzgrund sollte ein "Modell für Hochwasser sensible Bebauung" werden. So formulierte es Thomas Kahlix, der auch Vorstand in der Bürgerinitiative Hochwasser ist. Die Verwaltung wurde aufgefordert, diese Chance zu ergreifen und sich um entsprechende Fördermittel zu bemühen. Der Investor soll nachhaltige Hochwasser-Vorsorge treffen und garantieren, dass die dort lebenden Menschen versorgt und evakuiert werden können im Fall einer Überflutungs-Katastrophe. Ein "Aushänge-Schild" könnte die Bebauung aber auch noch in anderer Hinsicht sein, meint zumindest das Architekturbüro "Böhm", das ebenfalls seine öffentliche Kritik an der vorgeschlagenen Bebauung geäußert hat. Der Ortskern von Weiß dürfe nicht in einem anonymen Siedlungsgebiet ertrinken, sondern es müsse ein Charakter bildendes Verhältnis zur reizvollen Dorfstruktur gefunden werden. Ein "kleiner Architekten-Wettbewerb" wurde vorgeschlagen. () Links/Dokumente: Hintergrundbericht Verwandte News: Bebauungsplan gegen den Willen der Bevölkerung -19-11-03 00:00 Chance vertan -20-11-03 00:00 Viel Grün, viel Platz, viel Bauland -20-11-03 20:16 NEUES aus der BEZIRKSVERTRETUNG Rodenkirchen - 9-02-04 00:00 |

