| Wieder Hochwasser! Und was für eins ... |
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| Mittwoch, 24. August 2005 um 01:00 Uhr |
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Unerfreuliche Gedanken zum aktuellen Hochwasser [RUNDMAIL BI-HOCHWASSER] 24. August 2005 Rundmail vom 24. August 2005 Schweiz, Österreich, Bayern. Wieder Hochwasser! Und was für eins ... Wie immer kommen bei uns hier die Erinnerungen und Bilder der Hochwässer von 1993 und 1995 hoch. Wir wissen recht gut, was die Betroffenen aushalten müssen und wie sie sich so fühlen ... Aber für Mitgefühl allein können sich die Betroffenen nichts kaufen. Wie immer, wird die BI Hochwasser auf Anfragen reagieren, so gut es geht, und die Geschädigten nach Kräften aus der Ferne unterstützen. Unsere acht Kondensationstrockner sind zwar zur Zeit noch in Lohmar in Gebrauch, werden dort aber voraussichtlich bald nicht mehr gebraucht. So könnten sie also auf Anfrage wieder mal auf die Reise gehen. Zuletzt waren sie ja 1999 in Bayern (in Neustadt/Donau). Was bedeutet das neuerliche Unheil für Köln? Es ist ein unmißverständlicher erneuter Schuß vor den Bug der stadtkölnischen Betonfraktion, die in den letzten Jahre die Sünden der Vergangenheit fortgesetzt hat: ? Vergrößertes Schadenpotential durch neue riskante Bebauungen ? Ganz aktuell ein ehrgeiziges Projekt „BOULEVARD RHEIN – Wohnen am Strom“, natürlich überwiegend in Flußnähe und hautnah bei der Gefahr ? Vernichten von Retentionsräumen in der Größenordnung von mehreren Millionen Kubikmetern >> Da kann man nur noch mit Sarkasmus ausrufen: „Na dann – herzlichen Glückwunsch“! Ist die Zeit seit 1993 wenigstens zur Vorsorge genutzt worden? Leider nein. Das Tempo der Umsetzung der Hochwasserschutzmaßnahmen ist ungefähr so schnell wie die Reisegeschwindigkeit der Alpengletscher. An der Donau kann offenbar dem Ansteigen der Pegel inzwischen gelassen entgegengesehen werden. Warum? 1999 beim Pfingsthochwasser abgesoffen – 2005 besser geschützt, Deiche repariert oder verstärkt: Sechs Jahre Zeit genutzt. Und in Köln? 1993 an Weihnachten abgesoffen – 2005 ist immer noch nichts fertig, fehlerhafte Planungen müssen vor Gericht bekämpft werden, eine Handvoll Bauabschnitte von insgesamt 18 wurden begonnen: Zwölf Jahre weitgehend verplempert! 23. August, Schweizer Fernsehen 10vor10 (auf 3sat): Gefahrenexperte Christoph Heck zieht bei einem Helikopterflug Zwischenbilanz. Man überfliegt die gefluteten Stadtteile von Sarnen (Kanton Obwalden): Moderatorin: „... auffallend ist, daß vor allem neuere Gebäude betroffen sind“ Reporter im Heli: „Man hat den Eindruck, die Gebäude stehen mitten im Flußlauf. Hätt mer do falsch planet?“ Experte Heck: „Man ist von gewissen Annahmen ausgegangen, wie hoch das Wasser (des Sarnensees) steigen könnte; offensichtlich ist das Wasser nun wesentlich höher gestiegen ...“ >> So ist das mit Vorhersagen. Ein „hundertjährliches“ Hochwasser kommt halt heutzutag alle 30 Jahre oder noch öfter ... Während also in der Schweiz öffentlich gegrübelt wird, ob etwas falsch gemacht wurde, träumt Kölns Stadtspitze vom BOULEVARD RHEIN. Sollte bei uns mal ein schlimmes Hochwasser kommen, werden eine ganze Menge "neuerer Gebäude" absaufen. Wetten daß ...? Wenn das mal nicht ins Auge geht. Immerhin lauert in Köln jetzt schon ein Schadenpotential von annähernd 10 Milliarden Euro. Nicht nach Ansicht der BI Hochwasser, nein, ganz offiziell vom Leiter der Stadtentwässerung auf dem Hochwassertag 2004 verkündet. Fazit? Wir am Rhein haben fast alles falsch gemacht, was falsch zu machen ist. Die Rheinländer erlebten ungerührt die Berichte über das Oderhochwasser, das Donauhochwasser 1999, das Donau- und Elbehochwasser 2002, und jetzt wieder. Unsere Stadt hat die Oberlieger, die für uns Polder bauen sollen, bei jeder Gelegenheit nach Kräften düpiert und demotiviert. Wir haben bisher einfach nur Glück gehabt, großes Glück; mehr Glück als Verstand. >> Womit wir beim eigentlichen Problem dieser Stadt angekommen wären ... Besinnliche Tage wünscht Euer Thomas K (THOMAS KAHLIX) Links/Dokumente: Verwandte News: |

