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Pegel Köln vom 14.12.2018
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Noch ein Brief

Herrn Regierungspräsident
Jürgen Roters
Bezirksregierung Köln
Zeughausstrasse 2-10 

50606 Köln

Köln, den 11.12.2003

Abgesagte Katastrophenschutzübung
Unser Schreiben vom 12.11.2003

Sehr geehrter Herr Regierungspräsident!
Wir haben uns am 12. November an Sie gewandt mit der Darstellung unserer Befürchtungen, dass in der Stadt Köln die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger vor Katastrophen nicht ernst genug genommen würde. Aus diesem Grunde regten wir an, dass Sie in Ihrer Funktion als Dienstaufsicht tätig würden.
Wir vertrauten dabei auf Ihr Versprechen, das Ihre zu tun, den Hochwasserschutz in Köln mit Hochdruck voranzutreiben (So Ihre Rede anlässlich des Neujahrsempfangs der Bürgervereinigung Rodenkirchen im Januar 2003, die in der Öffentlichkeit sehr positiv aufgenommen wurde)
Leider haben wir bis heute in dieser Sache nichts gehört.

Nun haben die beiden Vorsitzenden der BI auf Einladung des Bundesverwaltungsamtes an dem Fachkongress „Zivile Sicherheitsvorsorge in Deutschland - Strategien und Umsetzung“ am 8. und 9. Dezember in Bad Neuenahr/Ahrweiler teilgenommen. An dieser hochrangig besetzten Tagung nahmen Spezialisten aus dem In- und Ausland und auch der Leiter der Kölner Berufsfeuerwehr teil.
Zum Schluss fasste der Direktor der AKNZ die Ergebnisse im Lichte der in den letzten 50 Jahren geleisteten Arbeit der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz noch einmal zusammen. Er betonte, dass es in der Bundesrepublik eine Vielzahl gut ausgestatteter und hervorragend organisierter Dienste gäbe, jedoch auf dem Gebiet der Koordinierung auf Stabsebene zwischen den Diensten einen erheblicher Nachholbedarf an Praxis und Kompetenz bestünde. Deshalb verwies er auf die Notwendigkeit, in diesem Bereich ständig und intensiv zu üben.
Genau das scheint man ausgerechnet in Köln für nebensächlich zu halten.
Die Bürgerinitiative Hochwasser sieht sich in ihrer Einschätzung der Lage von berufener Seite auf wenig erfreuliche Weise bestätigt und nimmt dies zum Anlass, sich bei Ihnen noch einmal zu melden.
Die beschriebene Problematik kann Ihnen, Herr Roters, gerade aus der Sicht der Kölner Ereignisse im Zusammenhang mit Hochwasser nicht verborgen geblieben sein.
Deshalb bitten wir Sie dringend, Ihre Mitarbeiter zu angemessen ernsthafter und zügiger Bearbeitung der Angelegenheit zu bewegen.

Sie haben sicher Verständnis dafür, dass wir aus Gründen der umfassenden Information in einer von Pluralität und Verantwortung geprägten Gesellschaft dieses Schreiben zeitgleich auf unserer Internetseite der Öffentlichkeit zugänglich machen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Müller
Bürgerinitiative Hochwasser Köln-Rodenkirchen