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Pegel Köln vom 07.12.2019
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Dialog zwischen Lülsdorf und Rodenkirchen

Donnerstag, 07. August 2008 um 13:12 Uhr

Ein Dialog über den Rhein

 (E-Mails vom 05.10.2004 / 18.10.2004)

Sehr geehrter Herr Kahlix,             => Mail von Uwe Olufs (KBW) • 05/10/04
auch wir freuen uns, dass Sie sich  mit unseren Sorgen auseinandersetzen. Und ein fairer Dialog ist immer wünschenswert. Wenig fair ist allerdings Ihre Presseveröffentlichung samt der im Kölner Bilderbogen Sept/2004 veröffentlichten Karte. => download
So lassen Sie veröffentlichen: „Der Polder in Langel-Lülsdorf soll demnach deutlich kleiner werden, als er zur Zeit ist. Der heute dem Hochwasser zur Verfügung stehende Raum beträgt rund zehn Mio. Kubikmeter, ....“.Das stellen sich uns gleich zwei Fragen:
a)     durch welche Maßnahme wird der Polder kleiner?
b)     wo befindet sich Raum, der derzeit 10 Mio m³ fasst?

zu a):
Ein Blick ins Lexikon sagt:

Polder ist Land, das durch Eindeichen gewonnen wird. Ein Deich bewahrt das Land vor Überflutung, da es niedriger als der Wasserspiegel des Gewässers liegt, aus dem das Land gewonnen wurde.
Neben der Gewinnung von Land aus dem Meer spricht man auch an Flüssen von Poldern, meist handelt es sich um ehemalige Feuchtgebiete, die nun landwirtschaftlich genutzt werden. So werden am Rhein diese Flächen auch zum Hochwasserschutz mittels Fluten genutzt. Ist das Hochwasser ausreichend abgeflossen, pumpt man das Wasser wieder aus den Poldern und kann diese bis zum nächsten Hochwasser wieder landwirtschaftlich nutzen.

und lässt erkennen, dass Sie begrifflich  Polder offensichtlich mit Retentionsraum verwechselt haben.
Im Langeler Bogen gibt es kein Land, dass niedriger als der Gewässerspiegel liegt.

Antwort:                     =>MAil von Thomas Kahlix (BI-Hochwasser)/ 18.10.04
Sie haben vollkommen recht, Herr Olufs, ich bin da einer Begriffsverwirrung unterlegen. Natürlich ist das von mir markierte Gelände kein „Polder“ im eigentlichen Sinne, sondern ein durch den ehemaligen Rheinarm geformtes Gebiet, das tiefer als das Umland liegt und als Rückhalteraum taugt. Die Bezeichnung „Polder“ für teilweise eingedeichte Retentionsräume ist sowieso irreführend; schon unsere holländischen Nachbarn verstehen das überhaupt nicht: Wohnen sie doch in Poldern! Und das sind genau die Polder im Sinne des Lexikons.

Auch die ehemaligen Feuchtgebiete stellen sich längst besiedelter ehemaliger Rheinarm heraus.
Selbst wenn Sie diese „Feuchtgebiete“ meinen sollten, so ist doch festzustellen, dass diese durch den Planfeststellungsbeschluss nicht verkleinert wurden; sie bleiben immer gleich.

Antwort:
Auch das ist richtig. Die tiefliegenden ehemaligen Feuchtgebiete werden durch den Planfeststellungsbeschluss nicht verkleinert. Nur wird nach Fertigstellung des neuen Deichs der Rhein diese Gebiete oberhalb Kölner Pegel 11 Meter +  nicht mehr überfluten können, sondern erst bei Kölner Pegel 11,90 Meter, was augenblicklich einem 200-jährlichen Hochwasser entspricht.

zu b)
Ihre mit gelb markierten  Einzeichnung in der Karte, die die Ihrer Ansicht nach maximale Ausdehnung des Retentionsraums darstellen soll, ist menschenverachtend und deckt sich mit der von Herrn Oelmann früher des öfters öffentlich vorgetragenen These [inhaltlich]: „Am liebsten wäre mir, es würde kein Retentionsraum gebaut. Dann hätten wir im Fall eines Extremhochwassers die maximale Ausdehnungsfläche.“
So einfach per Strich auf der Landkarte werden bereits bebaute Gebiete zum Retentionsraum erklärt, ein Friedhof und ein Schulzentrum unter Wasser gesetzt, Fluchtwege beseitigt, Teile eines Ortes zur Insel erklärt.

Antwort:
Das ist insofern richtig, als ich wie Herr Oelmann der Meinung bin, dass nach dem Gesetz zunächst einmal Rückhalteräume als Überflutungsflächen erhalten werden müssen. Dass ich damit auch bebaute Areale automatisch unter Wasser setzen möchte, ist nicht richtig. So weit ich erkennen kann, ist das Schulzentrum außerhalb der fraglichen Fläche. Vergessen Sie bitte nicht: Wir stellen öffentlich die Frage, warum das maximal möglichen Rückhaltepotential gar nicht erst untersucht wurde. Die missliche Situation, gar keine Fluchtwege mehr zu haben, weil ganze Ortsteile in Insellage geraten, das ist unser gemeinsames Schicksal. Warum, werde ich Ihnen am Schluss versuchen zu erklären.

Ist das seriös?
Wollen Sie damit Solidarität mit Rodenkirchen erreichen?

Antwort:
Das kann ich nicht beurteilen. Es ist das Begehren eines Bettlers, der fast nichts mehr hat, dass derjenige, der noch viel hat, etwas abgeben möge. Und bezogen auf den zu gewährenden Schutz stehen Sie in Zukunft sehr viel besser da als die linksrheinischen Vettern im Kölner Süden...

Ihre Strichzeichnung soll 10 Mio m³ Füllvermögen und den von Ihnen vertreten Bürgern weggenommene Sicherheit suggerieren.

Waren Sie einmal vor Ort?

Schon die jetzige, planfestgestellte Variante beinhaltet eine Reihe von geografischen Unsinnigkeiten. Da werden Flächen gut 2 Meter hoch eingedeicht, in denen im Fall des 200-jährlichen Hochwassers maximal 50 cm Rheinwasser stehen werden. Da müssen schon jetzt aufwändig Gräben gezogen werden, damit in weiter weg belegene Räume a) das Wasser überhaupt hineinfließen und b) später auch wieder abfließen kann. Die Landschaft ist nicht so eben, wie sie vom grünen Tisch aus aussieht.

Antwort:
Die vermutete Füllmenge von insgesamt etwa 10 Millionen m³ setzt sich zusammen aus dem geplanten „Polder“, allerdings in der „maximalen“ Vor-Planungsvariante (knapp 7 Mio), dem östlich und südöstlich weiterlaufenden ehemaligen Rheinarm (vielleicht 2 Mio) und den Flächen, die durch den großzügigen Deichverlauf nördlich Lülsdorf abgeschnitten werden (vielleicht 1 Mio). Sie haben recht, das sind keine genauen Messwerte, aber woher sollen wir die nehmen? Es können also ebenso gut nur 9 Millionen sein, vielleicht aber auch 11? Und was ihre Kritik an der planfestgestellten Planung betrifft, finde ich diese genau so unsinnig wie Sie. In meiner Vorstellung braucht es weniger und weniger hohe Deiche. Nur im Osten bei Ranzel müssen natürlich anständige Schutzwälle her. Aber auch das wird das Grundwasserproblem nicht lösen: Das drückt ohnehin von Süden her aus dem Untergrund, lange bevor es über den Altrhein von Nordwesten her ankommt.

Schon für Ihre vorgeschlagene Überquerung der K 22 (einem der drei Fluchtwege!) muss ein weiterer Bauernhof rundherum (!) eingedeicht und die alte Straßenbahntrasse, die wie eine Barriere in der Landschaft steht, entfernt werden. Diese soll aber wieder reaktiviert werden, damit die Stadt Köln 30.000 Einwohner zwischen Zündorf und Langel ansiedeln kann.

Antwort:
Ich lese mit blankem Entsetzen, dass offenbar im Gefahrengebiet die Ansiedlung von 30 000 Menschen beabsichtigt ist. Werden die Verantwortlichen denn niemals klüger? Dass einzelne Gehöfte in eine Inselsituation geraten können, ist misslich. Da muss eben nach Lösungen gesucht werden. Allerdings wussten die Erbauer des neuen Reiterhofs doch sehr genau, was sie da taten. Oder nicht? Und die Bezirksregierung hat diesem Bauprojekt unverantwortlicherweise auch noch einen Persilschein ausgestellt!

Nachtrag: Herr Olufs hat mir mitgeteilt, dass die Neuansiedlung nicht im Überflutungsgebiet vorgesehen ist. Insoweit erübrigt sich der Einwand. - Dafür eine neue Idee: Was halten Sie davon, Herr Olufs, die sicherlich sanierungsbedürftige Straßenbahntrasse als Trenndeich für einen Zwei-Kammer-Polder auszubauen. Dann würde der hintere (Ranzeler) Teil erst beansprucht, wenn der vordere schon fast voll ist? Wäre das ein möglicher Kompromiss? [November 2004]

Woher Sie Ihre Erkenntnisse haben, dass bei Realisierung Ihrer Strichzeichung und rechtzeitiger Flutung (was ist rechtzeitig?) die Hochwasserspitze um 10 cm gesenkt werden kann, bleibt im Dunkeln.

Selbst während der Anhörung zum Planfeststellungsverfahren war den anwesenden Experten keine Höhenangabe zu entlocken. Das einzige, was bei der damaligen Veranstaltung ermittelt werden konnte war, dass die ursprünglich vorgesehene niedrigere Einlaufscharte für die Kölner Altstadt eine Spitzenminderung im einstelligen Millimeterbereich hätte bringen können.

Antwort:
Die völlig unbefriedigende Wirkung der ursprünglichen Planung haben wir ja gemeinsam erfolgreich gekippt.
Bei meinen Abschätzungen bin ich einmal von dem vorhandenen Volumen des „Polders“ ausgegangen und habe dann gefragt, wie groß (in Pegel-Zentimetern) die Spitze einer Hochwasserwelle mit der gleichen Fülle (10 Mio m³) sein könnte. Dabei habe ich die Form der 9,71 m-Welle vom März 2003 nach oben extrapoliert. So bin ich auf die 10 Zentimeter gekommen, die maximal und im günstigsten Fall „abgefedert“ werden könnten. Zur Sicherheit habe ich mir die rechnerische Richtigkeit meiner groben Abschätzung von der BafG (Bundesanstalt für Gewässerkunde) bestätigen lassen.
Bei einer „schnelleren“ Spitze wäre der Effekt noch größer, bei einer „langsameren“ aber auch kleiner.

Ihren Versuch, die Verhältnisse in Lülsdorf / Ranzel auf den Stadtbezirk 2  zu übertragen, können wir derzeit noch nicht nachvollziehen.

Gehen Sie in Ihrem Beispiel des 150-jährlichen Hochwassers in Weiß und Rondorf noch von dem derzeit vorhandenen Hochwasserschutz aus? Dann ist der Vergleich unfair, denn bei einem 150-jährlichen Hochwasser mit jetzigem Schutz stünden Teile von Ranzel bis zu 3 Meter unter Wasser.

Alles, was über HQ100 hinausgeht, führt in Ranzel  und in Teilen von Lülsdorf zur Katastrophe.

Antwort:
Ich gehe von dem geplanten Hochwasserschutz aus. Dann werden Ranzel und Lülsdorf bis zu einem 200-jährlichen Hochwasser gegen Überflutung sicher sein. Nicht so die Linksrheinischen: Die werden dann teilweise mehrere Meter abgesoffen sein, sowohl in Weiß wie auch in Rondorf und Hochkirchen. Unter diesen Umständen haben Sie noch lange keine Katastrophe, wir aber schon. Das einzige, was wir Ihnen zumuten, ist die Bitte, zu dem hochdrängenden Grundwasser, das Sie eh schon haben, noch ein paar Zentimeter mehr im Keller zu erdulden, damit wir nicht die Wohnungen/Existenzgrundlagen verlieren. Ist das zu viel verlangt?

Und es macht einen psychologischen Unterschied, ob die Fluten über den Deich gehen und noch einige Kilometer Auslauf haben oder per Retentionsraum unmittelbar vor die Haustür getragen werden.

Antwort:
Das ist vollkommen richtig. Aber wenn es im Grunde nur eine Frage der Psychologie ist, müsste doch Überzeugungsarbeit langfristig Erfolg haben

Ihre Anmerkung „.. höchstens einige Probleme mit Grundwasser..“ ist genau das, was seinerzeit Herr Oelmann in menschenverachtender Weise ständig öffentlich vortrug.
Glauben Sie uns, es macht keinen Unterschied, ob in bebauten Teilen von Lülsdorf und Ranzel bei HQ200 das Grundwasser 4 Meter hoch auf der Straße steht (falls der Retentionsraum in Variante 3 erreichtet wird)  oder das Hochwasser genauso hoch (falls kein Retentionsraum gebaut wird). 4 Meter bedeuten, dass man bei der dort vorherrschenden Bebauung  sich so oder so nur noch auf dem Dachfrist aufhalten kann. Wollen Sie das?

Antwort:
Tut mir leid, das verstehe ich nun überhaupt nicht.
So weit ich die Planung verstanden habe, wird bei Realisierung der planfestgestellten Variante bis HQ100 sowieso alles gleich verlaufen. Steigt das Wasser bis zum Pegel eines 200-jährlichen Hochwassers, werden die bebauten Teile von Ranzel und Lülsdorf immer noch trocken sein, also gegen oberflächliche Flutung mit Rheinwasser geschützt sein. Der Rhein ist bei einem großen Rückhalteraum dann im Norden allerdings sehr viel näher. Es wird nur Unterschiede im Drängewasseraustritt geben. Aber Sie glauben doch nicht im Ernst, dass der Deich an der K22 Ihre Grundwasserprobleme wesentlich entschärfen wird. Schauen Sie sich doch noch einmal die Karten an, die die Grundwasserströme in Ihrer Rheinschleife zeigen. Sollten Sie davon ausgehen, in jedem Fall das Wasser vier Meter hoch in den Straßen zu haben, wäre es sicher für die Staatskasse günstiger, gar keine Deicherhöhung zu versuchen.

Sollten Sie wider Erwarten Erfolg mit Ihrer Idee der Retentionsraumerweiterung haben, so wird sich der Bau des Retentionsraums um Jahre verzögern. Es gibt in diesem neuen Raum keine präzisen Untersuchungen über die Bodenbeschaffenheit, folglich keine Ergebnisse zum wahrscheinlichen Verhalten des Grundwassers und den Möglichkeiten, dieses von der Bebauung und der stillgelegten Giftmülldeponie fernzuhalten.

Antwort:
Es wäre ja auch eine Zwischenlösung denkbar, um die Nachteile einer weiteren Verzögerung abzumildern (an der schleppenden Planung bis jetzt sind wir ja nun wahrlich nicht schuld): Warum kann der Altdeich nicht sofort saniert werden? Wenn man ihm eine Spundung verpasst und oben ein Mäuerchen draufsetzt, kann es ja einfach ± bei der jetztigen Höhe bleiben (11,30 + 0,10 m Sicherheit). Die Einlaufscharte muss ja nicht sofort gebaut werden.

Darüber hinaus ist der Nutzen für den Stadtbezirk 2 mehr als zweifelhaft. In welcher Geschwindigkeit soll denn das Hochwasser einlaufen, um eine 10 cm-Spitze kurz vor HQ200 (?) abzufangen?

Antwort:
Ich habe mich einfach an den amtlichen Angaben orientiert, die teilweise auch in den Planunterlagen zu finden sind. Demnach ist bei den meisten beobachteten Hochwässern der Scheitelanstieg selten mehr als 1-2 cm pro Stunde, der Abfall dann etwas langsamer, so dass die obersten 10 Zentimeter einer Wellenspitze in etwa 24 Stunden durchgelaufen sind. Natürlich soll nicht eine HQ200-Welle gekappt werden; das geht ja nicht. Aber eine HQ100+ sollte schon drin sein, vor allem dann, wenn die Einlaufschwelle nicht starr ist, sondern ereignisabhängig gesteuert werden kann. Bei Laufzeiten von maximal zwei Stunden bis zur Kölner Altstadt wären das optimale Bedingungen.

Nach den vorliegenden Unterlagen muss für den Zeitraum eines längeren Hochwassers übrigens dieselbe Menge an Grundwasser abgepumpt werden wie das Becken an Rheinwasser aufnimmt.

Antwort:
Wieder einmal bin ich Ihrer Meinung. Für ein länger andauerndes Hochwasser (maximaler Pegelstand über zwei Wochen oder so) können wir alles vergessen, worüber wir uns zur Zeit streiten. Dann wird das Wasser hinter dem Deich (fast) genauso hoch stehen wie vor dem Deich (es ist vielleicht ein wenig sauberer). Solch eine Pumpenleistung, die man dann bräuchte, gibt es hierzulande gar nicht. Außerdem würde durch das Pumpen ein Grundbruch provoziert (durch Ausschwemmen von Feinmaterial), der sich „gewaschen“ hätte. Gegen solch eine Katastrophe – davon bin ich überzeugt – gibt es überhaupt keine Schutz.

Wir erwarten mit Spannung Ihre Antwort.

Wie wäre es mit einer Ortsbesichtigung?

Antwort:
Gern. Wir sollten einen Termin vereinbaren ...

Mit freundlichem Gruß
Thomas Kahlix
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Nun noch die versprochene Schlussbemerkung:

Ich war am 29. September in Rees auf der 4. Niederländisch-Deutschen Hochwasserkonferenz und wurde dort Zeuge der Präsentation der Ergebnisse der Studie „Grenzübeschreitende Auswirkungen von extremem Hochwasser am Niederrhein“. Das war wirklich extrem (Eine Zusammenfassung können Sie in der NEWS vom 30.09.2004 nachlesen.

Zwei Hiobsbotschaften sind dabei besonders signifikant.
1.        Der südliche Niederrhein (das sind wir) muss mit Überflutung nicht gekannter Ausmaße rechnen und mit HQs bis zu 16 000 m³/sec (und das ohne den zusätzlichen Klimaeffekt)
2.        In den ehemaligen Flutrinnen werden sich „Neben-Rheine“ ausbilden, die im Hauptstrom zu deutlichen Pegelabsenkungen führen werden (allerdings nur bis zum Wiederzusammenfluss): Einer dieser neuen Flussläufe wird vom Chemiewerk her von Süden durch Lülsdorf hindurch in den Langeler Rheinarm verlaufen, ein anderer von der Sürther Mühle aus durch den Weißer Bogen nach Rodenkirchen hinein. Die Folge werden erhebliche Strömungen (und Schäden) sein. Und mit Fuchtwegen ist dann endgültig Schluss.

Ich habe die Projektion in Rees abfotografiert und füge sie unten an (mit systembedingter minderer Qualität).

Für uns beide gilt also: Vorsicht, der Angriff kann sehr wohl aus der verkehrten Richtung erfolgen ...

Ich wünsche, dass uns das erspart bleibt  - TK

(Kopie 1)

Dies ist das Ergebnis der Rechnersimulation einer Niederländisch-Deutschen Studiengruppe, die im Auftrage der Landesregierung NRW die Auswirkungen extremer Hochwässer am Niederrhein untersucht hat. Rote Pfeile: Die Laufrichtung von mehr oder weniger parallel zum Rhein verlaufender Nebenströme, die im wesentlichen alten Hochflutrinnen folgen, unabhängig davon, ob sie bebaut sind oder nicht.