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Pegel Köln vom 14.12.2018
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Letzter Stand: 07:30 Uhr
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Bebauung Kabellager F&G

Riskantes Bauen in Überschwemmungsgebieten: Der RP - ein zahnloser Drache?

Die Industriebrache des füheren Kabellagers der Firma Felten & Guilleaume am Stammheimer Ufer war der erste erfogreiche Schlag des Kölner Bau- und Genehmigungsklüngels gegen einen nachhaltigen Hochwasserschutz.

Großzügig, wie der Regierungspräsident nun einmal ist, verzichtete er auf die 80 000 Kubikmeter Retentionsraum, indem er den eigenen Erlass von 1998 (Festsetzung von Überschwemmungsgebieten) einfach nicht beachtete. Willkommenes Feigenblatt für die Preisgabe der Flächen: Ein Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Koblenz, das in einer Streitigkeit um Bad Kreuznacher Ländereien eine eigenwillige Interpretation von Retentionsräumen zum Besten gegeben hatte. Demnach sollen sogenannte "anthropogen überformte" Flächen nicht dazugehören. Merkwürdig, dass die Bezirksregierung Köln willfährig und kampflos die Basis des Kölner Hochwasserschutzkonzepts aufgibt (ein Urteil aus Rheinland-Pfalz kümmert Köln sonst einen feuchten Dreck) und dem weitern Zubetonieren kräftig Vorschub leistet. 

  • Auszug aus der Begründung des Bebauungsplan-Entwurfs "Düsseldorfer Straße; Köln-Mülheim" Nr. 70493/03

  • Anregungen der BI Hochwasser zum Bebauungsplan-Entwurf

  • Artikel der Kölnische Rundschau (Bericht von Elke Schlepütz) vom 25.07.2001

  • Und wie allgemein bekannt: Es hat nichts genutzt.
    Es wurde nicht nur alles genehmigt, nein, dem Vernehmen nach drohen auch schon die ersten Bauruinen. Vielleicht ist riskantes Wohnen doch nicht mehr der allerletzte Schrei?

 

[Nachtrag 2.Januar 2004]

Ironie des Schicksals?
Inzwischen gibt es neue OVG-Urteile (eins aus Saarbrücken und - wie interessant - eins aus Koblenz), die eine etwas andere Einstellung zum Verhältnis von Eigennutz und Hochwasserschutz widerspiegeln.
Wir sind sehr gespannt, was die Bezirksregierung jetzt machen wird ...